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| Datum: 18.07.11 | 09:36 Uhr

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Dermasence hilft bei Neurodermitis und trockener Haut

Ca. 10 % aller Deutschen, insbesondere Kinder, leiden unter Symptomen wie trockene, raue Haut, Entzündungen und Juckreiz, die typischerweise an Arm- und Beinbeugen, Ellenbogen, Handgelenken sowie am Hals und Gesicht auftreten.

All dies sind typische Zeichen für Neurodermitis mit schubweisem oder chronischem Verlauf. Die Hauptursache ist die unzureichende Ausbildung der natürlichen Barriereschicht der Haut. Verschiedenste Faktoren wirken bei der Entstehung mit. Häufig verringern sich die extremen Ausprägungen mit Beginn der Pubertät. Die Haut bleibt aber meist ein Leben lang trocken, empfindlich und besonders pflegebedürftig.

Bei der Pflege ist zu beachten, dass die ausgetrockneten Areale eine effiziente Unterstützung benötigen, die die Hautbarriere wieder aufbaut. Um die gesunde Haut wieder herzustellen, gilt als oberstes Ziel die Regeneration und Stabilisierung der Hautbarriere durch konsequente medizinische Hautpflege. Vor der täglichen Versorgung mit einer auf den Hauttyp abgestimmten Creme ist die Reinigung der Haut wichtig.

Bei jedem Waschen, Duschen oder Baden wird die bereits beanspruchte Haut erneut ausgetrocknet. Wasser und Seife können den pH-Wert der Haut nach oben verschieben und somit die Barrierefunktion der Haut empfindlich stören. Schon normale Haut benötigt Zeit für die Regeneration. Für die trockene oder zu Neurodermitis neigende Haut bedeutet dies aber oft schon eine Schädigung der Barrierefunktion. Daher ist es wichtig, auch bei Reinigungsprodukten auf schonende Syndets zurückzugreifen und auf einen niedrigen pH-Wert zu achten.

Besonders empfehlenswert ist der Reinigungsschaum Adtop Clean von DERMASENCE.
Der niedrige pH-Wert des Produktes liegt im Bereich des natürlichen Haut-pH-Wertes und verursacht keine Irritationen der Haut. Der Emulsionsschaum wird auf die betroffenen, sehr trockenen Areal aufgebracht und nach kurzer Einwirkzeit mit einem feuchten Tuch abgenommen.
Der schonende Emulsionsschaum ermöglicht bereits bei der Reinigung eine optimale Hautpflege. Die eingesetzten Tenside des milden Schaums beruhen auf natürlichen, sehr sanften Substanzen und schonen selbst die empfindliche Haut. Intensive Feuchtigkeits- und Lipidsubstitutionen ermöglichen eine Regeneration der gestressten Haut. Er unterstützt die Hautbarriere, verringert die Spannungsgefühle und Schuppung der Haut. Sonnenblumenöl glättet mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren die trockene Haut. Darüber hinaus besitzt er mit Bisabolol eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung.

Bei der nachfolgenden Körperpflege hilft eine Lotion oder Creme, die den bestehenden Lipidmangel ausgleicht. Eine konsequente Hautpflege hilft der Hautbarriere sich optimal zu schützen und so Juckreiz und neuen Ekzemschüben vorzubeugen. Hier ist besonders die DERMACENCE Adtop Creme geeignet. Die 2010 mit „gut“ (Jahrbuch Kleinkinder 2010) von ÖKO-TEST ausgezeichnete parfumfreie Creme:

• regeneriert den hauteigenen Hydrolipidfilm
• reduziert und gleicht den Wasserverlust (TEWL) aus
• wirkt entzündungshemmend und reizlindernd

Sie bildet aufgrund des amphiphilen Charakters einen wirkungsvollen, hautverwandten Schutzfilm, der atmungsaktiv ist und Feuchtigkeit bindet. Rauigkeit und mögliche Belastungen durch mechanische Reize werden gemindert. Die Creme fettet nicht und zieht sofort ein.

Eine Anwendungsbeobachtung der Universitätsklinik Mannheim bestätigt die positiven Einflüsse der Creme bei zu Neurodermitis neigender Haut. Über die objektiven Messdaten hinaus wurden von den Probanden subjektiv deutliche Verbesserungen des Hautbildes empfunden. Das Hautgefühl wurde von 100% mit sehr gut oder gut beurteilt. Die Eigenschaft Irritationen zu vermindern bewerteten ebenfalls alle Probanden mit diesen Bestnoten.

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| Datum: 07.06.11 | 12:44 Uhr

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Mögliche Änderungen bei der Kostenerstattung für Arzneimittel

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat vorgeschlagen, dass schwere Verlaufsformen der Neurodermitis als schwerwiegende Erkrankung anerkannt werden. Dies hätte dann in der Praxis zur Folge, dass nicht verschreibungspflichtige Präparate in die sog. OTC-Ausnahmeliste aufgenommen und damit erstattet werden würden.

Dabei handelt es vom Prinzip her natürlich um sehr sinnvolle Änderung, vermutlich dürfte diese bei Krankenkassen und Politik jedoch auf relativ wenig Gegenliebe stoßen. Nichtsdestotrotz bleibt zu hoffen, dass der Ansatz des BPI zukünftig weiterverfolgt wird, da Neurodermitis-Patienten häufig die Kosten für notwendige Cremes bzw. Salben selbst tragen müssen.

Ein weiteres Problem seien die aufgrund der momentan zur Anwendung kommenden Rabattverträge (diese regeln den kostenorientierten Austausch von Arzneimitteln im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit der enthaltenen Wirkstoffe) „kritischen Dosierungsschwankungen“, so der Verband. Wie die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des BPI, Prof. Barbara Sickmüller, verlauten ließ, könne es dadurch zu „unnötigen Schüben“ kommen.

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| Datum: 05.04.11 | 09:21 Uhr

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Hyposensibilisierung kann bei Neurodermitis helfen

Laut Aussage des Direktors der Klinik für Dermatologie und Allergololgie an der TU München, Prof. Johannes Ring, ist die in der Therapie von Allergien übliche Hyposensibilisierung möglicherweise auch bei Patienten mit Neurodermitis effektiv.

Das Prinzip einer Hyposensibilisierung besteht im Wesentlichen darin, dass der Körper über eine längere Zeit hinweg (meist mehrere Jahre) an den Stoff, welcher für das Auftreten der Allergie verantwortlich ist, gewöhnt wird. Aktuelle Forschungsergebnisse in der Molekulargenetik besagen, dass eine Beeinträchtigung in der Barrierefunktion der Haut in Zusammenhang mit einer abweichenden Immunreaktion zum Ausbruch von Neurodermitis führen kann. Daher ist auch eine Besserung des Hautzustandes bzw. eine Abmilderung des allgemeinen Krankheitsverlaufs in Folge einer Hyposensibilisierung möglich.

Diese Erkenntnis kam letzte Woche auf der Tagung der Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zur Sprache, bei dem sich über 3.000 Hautärzte im Dresdner Kongresszentrum über neueste Entwicklungen in der Behandlung von Hautkrankheiten austauschten. Der Kongress gilt als bedeutendstes Treffen seiner Art im deutschsprachigen Raum.

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| Datum: 08.02.11 | 16:12 Uhr

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Heilung unerwünscht: WDR muss Kündigung von Klaus Martens zurücknehmen

Die vom WDR gegenüber Klaus Martens, dem verantwortlichen Redakteur des Films „Heilung unerwünscht“, ausgesprochene fristlose Kündigung vom 19. Mai 2010 wurde vom Arbeitsgericht Köln für unwirksam erklärt. Grund für die Kündigung war die Tatsache, dass Martens mit seinem Film offenbar PR in eigener Sache gemacht und somit allgemeine journalistische Prinzipien verletzt hat. Dabei spielte vor allem die fast zeitgleiche und nicht mit der Leitung des Westdeutschen Rundfunks abgestimmte Veröffentlichung seines Buches „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“ eine große Rolle.

Diese Begründung reiche jedoch für eine fristlose Kündigung nicht aus, so das Gericht. Dementsprechend wurde das Arbeitsverhältnis zwischen Redakteur und Sender nie ordnungsgemäß beendet und der WDR muss in der Folge eine Gehaltsnachzahlung von ca. 40.000 € leisten. Eine tatsächliche Weiterbeschäftigung von Klaus Martens ist insbesondere aufgrund des Zerwürfnisses mit der Intendantin des Senders, Monika Piel, sehr unwahrscheinlich.

Leider konnte die damals unter dem Namen „Regividerm“ auf den Markt gebrachte und mittlerweile in „Mavena B12 Salbe“ umbenannte Salbe die hohen Erwartungen, welche einige an Neurodermitis bzw. Schuppenflechte leidende Patienten in diese gesetzt hatten, in den meisten Fällen nicht erfüllen.

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| Datum: 21.12.10 | 13:40 Uhr

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Was beim Absetzen von Kortison zu beachten ist

In den letzten Tagen konnte man auf diversen Portalen die von Frank Ahrens (Mitglied der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin) vertretene Meinung nachlesen, dass Eltern vor dem Absetzen eines Kortisonpräparats unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt halten sollten. Ansonsten könnten negative Folgeeffekte eintreten.

Die Problematik, die hinter dieser Aussage steht, ist das mögliche Provozieren erneuter Krankheitsschübe in Folge des Absetzens. Zwar sind die Kortisonpräparate, die heutzutage zur Anwendung kommen, wesentlich verträglicher als viele der beispielsweise in den 90er Jahren üblichen Mittel, trotzdem ist im Hinblick auf mögliche Reaktionen der Haut oder des gesamten Organismus noch immer Vorsicht geboten.

Viele Dermatologen empfehlen, eine abrupte Absetzung von Kortison zu vermeiden und raten stattdessen zu einem Verfahren, das häufig als „Ausschleichen“ bezeichnet wird. Im Falle der Anwendung einer Creme würde dies z. B. bedeuten, dass die Häufigkeit des Auftragens über einen Zeitraum von mehreren Tagen stetig verringert wird. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird heutzutage von den meisten Dermatologen empfohlen. Es ist also die Aufgabe des Kinderarztes, die Eltern bereits im Vorfeld der Behandlung umfangreich über die Anwendung von Kortison zu beraten Dies schließt selbstverständlich auch die Vorgehensweise beim Absetzen des Medikaments mit ein.

Neben der guten Pflege der Haut, die eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Behandlung der Neurodermitis darstellt, ist laut Ahrens vor allem die Vermeidung von potentiellen Auslösern neuer Schübe entscheidend. Häufig in diesem Zusammenhang genannte Ursachen sind Allergene, starkes Schwitzen, Stress, in Textilien enthaltene Reizstoffe oder übertriebene Hautreinigung.

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| Datum: 09.11.10 | 11:14 Uhr

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Warum Kratzen den Juckreiz verringert

Heute möchte ich versuchen, eine Antwort auf folgende wichtige Frage zu geben: Warum kratzt man sich eigentlich, wenn es juckt? Jeder unter Neurodermitis leidende Patient weiß, dass Kratzen den Zustand der Haut noch verschlechtert, trotzdem ist es häufig so, dass es eine unmittelbare, vorübergehende „Entspannung“ verschafft. Der Grund dafür ist eigentlich recht simpel und einleuchtend: Der aus dem Kratzen resultierende Schmerz überlagert auf seinem Weg zum Gehirn den Juckreiz, so dass dieser für eine Weile nicht mehr wahrnehmbar ist. Problematisch dabei ist jedoch, dass das Schmerzempfinden nach einer gewissen Zeit nachlässt und der Juckreiz in der Folge wieder die Oberhand gewinnt. So entsteht der für Neurodermitis typische Teufelskreis, in dem sich Jucken und Kratzen gegenseitig steigern, bis es zu teils sehr unangenehmen Hautverletzungen kommt.

Die Ursache für die Überlagerung des Juckreizes durch den Kratzschmerz liegt innerhalb der Nervenzellen, die für die Reizübertragung zuständig sind. Da beide Signalarten im selben Teil der Nervenzelle entstehen, blockiert der stärkere Reiz den Signalweg und unterdrückt dadurch die Weiterleitung des jeweils schwächeren Reizes. Auslöser für das juckende Gefühl ist übrigens der Botenstoff Histamin, der sowohl in der Haut selbst als auch im Blut gebildet wird. Er beeinflusst die freien Nervenenden in der Haut. In aufgekratzten Arealen werden noch mehr Botenstoffe ausgeschüttet, die den Juckreiz zusätzlich verstärken. Derzeit arbeiten Forscher an der Entwicklung von Medikamenten und anderen Maßnahmen, welche die beschriebenen Prozesse unterbrechen und somit den Kratzzwang unterbinden könnten.

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| Datum: 07.10.10 | 14:54 Uhr

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Ergebnisse des 5. Deutschen Allergiekongresses

Auch die aktuelle Expertenschätzung anlässlich des 5. Allergiekongresses in Hannover zeigt wieder, dass sich Allergien in Deutschland auf dem Vormarsch befinden. Ungefähr 20 bis 30 Millionen Bürger seien betroffen, davon 15 Prozent Kinder und Jugendliche, so die Schätzung der Kongressteilnehmer.

Die Allergologen fordern daher u. a. eine Verbesserung der Versorgungsstrukturen und höhere Investitionen in allergologische Forschung. Ein wichtiger Punkt war auch die Betrachtung von Arzneimitteln als Ursache anaphylaktischer und blasenbildender Reaktionen. Dabei habe die Diagnostik der jeweiligen Arzneimittelallergie und die Festellung des auslösenden Medikaments Priorität. Ein gutes Beispiel für diesen Sachverhalt ist das in der Krebstherapie Anwendung findende Mittel Cetuximab, das zu verzögert auftretenden Fleischunverträglichkeiten führen kann.

Ein weiterer Diskussionspunkt betraf das Thema Neurodermitis direkt: die Entdeckung zweier Schlüssemoleküle, die für die Kommunikation der Entzündungszellen mit dem umgebenden Hautgewebe von Bedeutung sind. Diese Moleküle (insbesondere Interleukin-31, das Entzündung und Juckreiz fördert) könnten als potentielle Angriffsziele für neue therapeutische Maßnahmen dienen.

Wie groß angelegte Studien ergeben haben, ist es für die Verhinderung einer Neurodermitis-Erkrankung durchaus sinnvoll, einem Kleinkind ab dem fünften Monat bewusst verschiedene Nahrungsmittel zuzuführen, da dies zu einem niedrigeren Risiko einer Allergienentstehung führen soll. Ein konkreter Zusammenhang konnte zwischen dem Zufüttern von Fisch während dieser Phase und einem deutlich geringeren Auftreten von Ekzemen im fortgeschrittenen Kindesalter festgestellt werden.

Leider hat sich mittlerweile auch gezeigt, dass eine komplette Abheilung der Neurodermitis seltener vorkommt als bisher angenommen. Aus diesem Grund sei eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Dermatologen, Allergologen, Psychologen und Ernährungsberatern notwendig, um die Lebensqualität – gerade auch von erwachsenen Patienten – effektiv steigern zu können.

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| Datum: 19.07.10 | 12:37 Uhr

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Sommer, Sonne, Neurodermitis

Da momentan der Sommer wohl seinen diesjährigen Höhepunkt erreicht, möchte ich an dieser Stelle kurz einige Anmerkungen zu dem Thema „UV-Strahlung und Neurodermitis“ geben.

Erfahrungsgemäß gibt es einige von euch, bei denen sich der Hautzustand im Sommer eher verbessert und wiederum einige, bei denen das Gegenteil der Fall ist. Theoretisch gesehen ist ein kontrolliertes Bad in der Sonne für die Haut ein recht wohltuendes Ereignis. Die UV-Strahlung sorgt dafür, dass evtl. entzündete Hautareale schneller abheilen und sich der Juckreiz spürbar verringert. Grund dafür ist die entzündungshemmende (durch das Blockieren der dafür verantwortlichen Zellen) und antibakterielle Wirkung der langwelligen UVA-Strahlen, welche im Sonnenlicht enthalten sind.

Generell ist natürlich Vorsicht geboten: Ein Sonnenbrand sollte nicht riskiert werden, da ein solcher im schlimmsten Fall einen Schub auslösen kann. Bei der Einnahme von Medikamenten, die photosensibilisierend wirken oderr während einer Therapie mit Immunsuppressiva sollte auf ein ausgedehntes Sonnenbad in jedem Fall verzichtet werden.

Ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor ist ohnehin Pflicht, bei Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Parfum- oder Konservierungsstoffen sollte die Auswahl in diesem Zusammenhang besonders bedacht erfolgen. Davon unabhängig empfiehlt es sich im Sommer, weite Kleidung zu tragen, um das Schwitzen und das damit einhergehende Jucken möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.

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| Datum: 17.06.10 | 16:21 Uhr

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Schuppenflechte vom Rauchen?

Wie allgemein bekannt ist, hat Tabakkonsum einen schädigenden Einfluss auf den menschlichen Körper. So erhöht dieser u. a. die Wahrscheinlichkeit, an Psoriasis zu erkranken. Im Jahr 2007 wurde eine Untersuchung des Gesundheitszustandes von über 110.000 Krankenschwestern, die über einen Zeitraum von 14 Jahren erfolgte, abschließend ausgewertet. Innerhalb dieses Zeitraums erkrankten fast 900 der Probanden neu an Schuppenflechte.

Es wurde festgestellt, dass die untersuchten Raucherinnen einem um bis zu 200 Prozent höheren Erkrankungsrisiko ausgesetzt waren als die Teilnehmerinnen, die noch nie geraucht hatten. Die Wahrscheinlichkeit stand mit der Dauer des Zigarettenkonsums in engem Zusammenhang, so schienen z. B. Frauen mit einer über 20-jährigen Raucherkarriere besonders gefährdet zu sein.

Das Risiko erwies sich auch als erhöht, wenn die Mutter einer Probandin während der Schwangerschaft das Rauchen fortgesetzt hatte oder die Teilnehmerin in der Kindheit Tabakrauch ausgesetzt gewesen war.

Der Grund für die höhere Wahrscheinlichkeit einer Psoriasis-Erkrankung liegt in der bekannten (negativen) Beeinflussung des Immunsystems durch die im Tabakrauch entaltenen Giftstoffe. Diese können unter Umständen den Ausbruch einer Autoimmunerkrankung wie Psoriasis provozieren.

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| Datum: 09.06.10 | 09:40 Uhr

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Neue Perspektive im Kampf gegen Krankheitserreger

Wie bereits seit längerer Zeit bekannt ist, haben Menschen mit Schuppenflechte eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Hautinfektionen. Bei der Suche nach einer Erklärung für dieses Phänomen kommt einem zunächst der scheinbare Widerspruch zwischen der angegriffenen Haut eines Psoriasis-Patienten und der beschriebenen Abwehrkraft in den Sinn. Intensive Forschungsaktivitäten haben gezeigt, dass an den für Psoriasis charakteristischen Hautschuppen ein Peptid (ein Protein) gebunden ist. Dieses Peptid trägt den Namen „humanes Beta-Defensin 2 (hBD-2)“. Es bekämpft einen bestimmten Hefepilz und wirkt gegen das Bakterium „Pseudomonas aeruginosa“. Außerdem ist die Existenz eines weiteren Defensins (hBD-3) bekannt, dass eine hohe Wirksamkeit gegen Coli-Bakterien besitzt. Die Zellmembran der Krankheitserreger wird durchlöchert und die Bakterien dadurch zerstört – eine sehr effektive Methode.

Die aktuellen Forschungen konzentrieren sich nun auf die Entwicklung eines Stoffes, der die Produktion dieser körpereigenen Defensine anregen soll. Des Weiteren ist man damit beschäftigt, eine Salbe mit einem hohen Anteil an solchen antimikrobiellen Stoffen zur Marktreife zu bringen. Da Bakterien kaum in der Lage sind, ihre eigene Membran (den Angriffspunkt der Defensine) zu verändern, ist die Bildung von Resistenzen, wie sie bei herkömmlichen Antibiotika auftreten können, äußerst unwahrscheinlich.

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| Datum: 17.05.10 | 13:16 Uhr

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„Heilung unerwünscht“: WDR entlässt verantwortlichen Redakteur

Der Autor des Films „Heilung unerwünscht: Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern“, der im Oktober 2009 ausgestrahlt wurde, hat gegenüber seinem Arbeitgeber offenbar einige falsche Angaben gemacht und außerdem gegen Programmgrundsätze des Senders verstoßen. In Folge dieser ihm unterstellten Fehltritte wurde der betroffene Redakteur mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Hauptgrund für die Entlassung scheint die nahezu gleichzeitige, nicht mit dem WDR abgesprochene Veröffentlichung eines Buches zum selben Thema zu sein, das zudem einen ähnlichen Titel trägt, nämlich „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“.

In den vergangenen Monaten wurde außerdem von verschiedenen Seiten wiederholt der Vorwurf der Schleichwerbung geäußert (mit Bezug auf die thematisierte Vitamin B12 Creme selbst), wodurch der WDR zunehmend in den Fokus der Kritik rückte und sich mit dem nun vorgenommenen Schritt vermutlich davon zu distanzieren versucht.

Zur Erinnerung: Der (scheinbare) Dokumentarfilm befasste sich mit einer Creme namens Regividerm, die bei Neurodermitis und Schuppenflechte ohne größere Nebenwirkungen zu einer Linderung der Symptome führen soll. Des Weiteren wurde behauptet, dass Pharmaunternehmen bewusst die Markteinführung der Creme blockieren würden; kurz nach der Erstausstrahlung der Sendung war Regividerm dann „überraschenderweise“ aber doch auf dem Weg zur Markteinführung.

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| Datum: 20.04.10 | 13:53 Uhr

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Negative Auswirkungen von Autoabgasen

Mittlerweile sind sich viele Mediziner darüber einig, dass Autoabgase bzw. die mit dem Autoverkehr einhergehende Feinstaubbelastung für die statistisch nachweisbare Zunahme von Allergien in der Bevölkerung mitverantwortlich sind. Das gilt besonders im Hinblick auf die drei atopischen Krankheitsbilder Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma. Laut einer aktuellen, deutschlandweit durchgeführten Studie (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts in Berlin litten rund 23 Prozent der in der Studie erfassten Kinder an mindestens einem der drei atopischen Krankheitsbilder.

Da sich die genetischen Faktoren, die für das Auftreten von Allergien usw. natürlich auch eine wichtige Rolle spielen, in den letzten Jahren nicht sprunghaft verändert haben können, lässt sich die erhöhte Zahl der Betroffenen eigentlich nur auf Veränderungen bei den Umweltbedingungen, bei der Ernährung und im Lebenswandel der Menschen zurückführen. In der Luft enthaltene Schadstoffe können ebenfalls das erstmalige oder wiederkehrende Auftreten von Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma „triggern“.

Einer Studie des Helmholtz-Zentrums München zufolge nimmt die Anfälligkeit für die genannten Krankheitsbilder zu, je näher der Wohnort eines potentiellen Patienten an einer stark befahrenen Verkehrsstraße liegt. Das vermehrte Auftreten von Ekzemen ist dabei auf eine erhöhte Stickoxid-Konzentration in der Luft zurückzuführen, während eine Feinstaub-Belastung (wie sie in der Nähe von Hauptstraßen häufig messbar ist) Erkrankungen der Atemwege u. ä. zur Folge haben kann.

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| Datum: 30.03.10 | 12:35 Uhr

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Thermalbäder effektiver als Cremes?!

Sicherlich kennt jeder die entspannende Wirkung eines ausgedehnten Bades in angenehm temperiertem Wasser. Es gibt aber auch noch einen darüber hinausgehenden, heilsamen Effekt auf die strapazierte Haut. Dabei ist vor allem sog. Thermalwasser interessant, enthält es doch (zumindest in den meisten Heilbädern) eine Vielzahl an Mineralien, die für Ihre positiven medizinischen Eigenschaften bekannt sind. Schwefel beispielsweise wirkt in Wasser gelöst antibakteriell und beruhigend. Auch Solebäder mit ihrem hohen Salzgehalt können helfen, das gilt zusätzlich im Hinblick auf rheumatische Beschwerden, wie sie in Zusammenhang mit einer Schuppenflechte auftreten können. Ist im Wasser viel Kohlendixoid enthalten, so fördert dieser Umstand die Durchblutung der Arterien, die wiederum wichtig für die Sauerstoffversorgung der Haut sind.

Die Inhaltsstoffe des Wassers kommen im Normalfall bei Wannenbädern stärker zu Geltung, da in gößeren Becken im Grunde immer Desinfektionsmittel eingesetzt wird, das den positiven Effekten der Mineralien entgegenwirkt. Ob nun ein Thermalbad im Einzelfall tatsächlich das Richtige ist bzw. ob eine größere Wirkung als durch die Anwendung von Pflegecremes erreicht werden kann, sollte jeder nach Möglichkeit selbst in Erfahrung bringen. Lediglich bei akuten Schüben ist von von einem sochen Bad eher abzuraten, da es die Haut zusätzlich reizen könnte.

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| Datum: 09.03.10 | 15:57 Uhr

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„Dermagotchi“ soll Neurodermits-Therapie bei Kindern unterstützen

Vielen Kindern fällt es nicht leicht, sich regelmäßig der Pflege der eigenen Haut zu widmen. Das ist durchaus nachvollziehbar, wird das tägliche Eincremen doch oft als langweilig oder gar in hohem Maße lästig empfunden. Gerade bei Kindern ist Hautpflege aber besonders wichtig, da der menschliche Körper in jungen Jahren sehr empfindlich auf eindringende Bakterien und Allergene reagiert – aus diesem Grund muss die Haut als wichtige Barriere gegen Umwelteinflüsse möglichst langfristig gesund erhalten werden.

Unterstützend soll hierbei ausgerechnet ein kleines Spielzeug herangezogen werden, das vor gut einem Jahrzehnt den Höhepunkt seiner durchaus beachtlichen Popularität erreichte, mittlerweile allerdings als ziemlich aus der Mode gekommen gilt: das Tamagotchi. Im Falle des von Designerin Anette Ströh entwickelten Exemplars handelt es sich dabei aber eigentlich eher um ein „Dermagotchi“, denn das putzige kleine Kerlchen namens „Hubert Haut“ muss nicht gefüttert, sondern eingecremt werden – andernfalls macht es sich durch lautes Piepen und visuell dargestelltes Unwohlsein bemerkbar.

Damit Huberts Haut gut gepflegt (und er wieder fröhlich) ist, muss das Kind den Deckel einer „echten“ Pflegecremetube (siehe Foto) mehrmals täglich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip in die Rückseite des Dermagotchis stecken. Dadurch wird die Motivation zur eigenen Hautpflege auf spielerische Art und Weise gesteigert, vor allem da Hubert das Eincremen mit fröhlichen Melodien und verschiedenen Tanzeinlagen begleitet.

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| Datum: 23.02.10 | 15:50 Uhr

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Zusammenhang zwischen Neurodermitis und psychischen Störungen

Forscher des Universitätsklinikums Dresden, des Helmholtz Zentrums in München und des Universitätsklinikums Heidelberg sind in einer gemeinsam durchgeführten Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass eine symptombehaftete Neurodermitis-Erkrankung in den frühen Jahren der Kindheit große Auswirkungen auf die spätere psychische Verfassung der Betroffenen haben kann.

Im Rahmen der Studie wurden etwa 6.000 Kinder mit Geburtsjahr zwischen 1995 und 1998 untersucht. Ziel war die Erfassung von „Daten zur physischen Gesundheit und emotionalen Befindlichkeit der Kinder im Alter von zehn Jahren, zur Familienhistorie und zum täglichen Leben.“ Die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse erfolgte in dem medizinschen Fachblatt „Journal of Allergy and Clinical Immunology“.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Kinder, die in ihren ersten beiden Lebensjahren an Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren statistisch betrachtet häufiger mit seelischen Problemen zu kämpfen hatten als Gleichaltrige. Dazu Dr. Joachim Heinrich (Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München): „Dies deutet darauf hin, dass die Neurodermitis einer unausgeglichenen psychischen Konstitution von Kindern vorausgeht und sie fördern kann.“ Besteht die Neurodermitis über das Säuglingsalter hinaus, so ist die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten anscheinend sogar noch größer. „Wir vermuten, dass sich vor allem die Folgebeschwerden langfristig auf das Gefühlsleben der betroffenen Kinder auswirken“, so Heinrich. Diese Folgebeschwerden können u. a. Schlafmangel, häufige Infektionen oder häufige Erschöpfung sein.Neurodermitis erhöht Risiko psychischer Störungen

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