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| Datum: 11.08.10 | 13:06 Uhr
Neurodermitis ist zwar nicht heilbar, kann aber behandelt werden. Gerade gegen den unangenehmen Juckreiz und die trockene und empfindliche Haut gibt es eine ganze Reihe von Medikamenten. Es gilt: So vielfältig die Auslöser für die Krankheit sind, so vielfältig sind auch die Behandlungsmethoden. Daher sollte man immer einen Hautarzt aufsuchen und auf keinen Fall selbst neue Mittel ausprobieren. Zum Beispiel findet man einen sehr guten Hautarzt in Köln mit Hilfe der Gelben Seiten. Der Arzt weiß genau, welche Behandlungsmethode für wen am besten ist.
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| Datum: 19.07.10 | 12:37 Uhr

Da momentan der Sommer wohl seinen diesjährigen Höhepunkt erreicht, möchte ich an dieser Stelle kurz einige Anmerkungen zu dem Thema „UV-Strahlung und Neurodermitis“ geben.
Erfahrungsgemäß gibt es einige von euch, bei denen sich der Hautzustand im Sommer eher verbessert und wiederum einige, bei denen das Gegenteil der Fall ist. Theoretisch gesehen ist ein kontrolliertes Bad in der Sonne für die Haut ein recht wohltuendes Ereignis. Die UV-Strahlung sorgt dafür, dass evtl. entzündete Hautareale schneller abheilen und sich der Juckreiz spürbar verringert. Grund dafür ist die entzündungshemmende (durch das Blockieren der dafür verantwortlichen Zellen) und antibakterielle Wirkung der langwelligen UVA-Strahlen, welche im Sonnenlicht enthalten sind.
Generell ist natürlich Vorsicht geboten: Ein Sonnenbrand sollte nicht riskiert werden, da ein solcher im schlimmsten Fall einen Schub auslösen kann. Bei der Einnahme von Medikamenten, die photosensibilisierend wirken oderr während einer Therapie mit Immunsuppressiva sollte auf ein ausgedehntes Sonnenbad in jedem Fall verzichtet werden.
Ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor ist ohnehin Pflicht, bei Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Parfum- oder Konservierungsstoffen sollte die Auswahl in diesem Zusammenhang besonders bedacht erfolgen. Davon unabhängig empfiehlt es sich im Sommer, weite Kleidung zu tragen, um das Schwitzen und das damit einhergehende Jucken möglichst auf ein Minimum zu reduzieren.
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| Datum: 17.06.10 | 16:21 Uhr

Wie allgemein bekannt ist, hat Tabakkonsum einen schädigenden Einfluss auf den menschlichen Körper. So erhöht dieser u. a. die Wahrscheinlichkeit, an Psoriasis zu erkranken. Im Jahr 2007 wurde eine Untersuchung des Gesundheitszustandes von über 110.000 Krankenschwestern, die über einen Zeitraum von 14 Jahren erfolgte, abschließend ausgewertet. Innerhalb dieses Zeitraums erkrankten fast 900 der Probanden neu an Schuppenflechte.
Es wurde festgestellt, dass die untersuchten Raucherinnen einem um bis zu 200 Prozent höheren Erkrankungsrisiko ausgesetzt waren als die Teilnehmerinnen, die noch nie geraucht hatten. Die Wahrscheinlichkeit stand mit der Dauer des Zigarettenkonsums in engem Zusammenhang, so schienen z. B. Frauen mit einer über 20-jährigen Raucherkarriere besonders gefährdet zu sein.
Das Risiko erwies sich auch als erhöht, wenn die Mutter einer Probandin während der Schwangerschaft das Rauchen fortgesetzt hatte oder die Teilnehmerin in der Kindheit Tabakrauch ausgesetzt gewesen war.
Der Grund für die höhere Wahrscheinlichkeit einer Psoriasis-Erkrankung liegt in der bekannten (negativen) Beeinflussung des Immunsystems durch die im Tabakrauch entaltenen Giftstoffe. Diese können unter Umständen den Ausbruch einer Autoimmunerkrankung wie Psoriasis provozieren.
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| Datum: 09.06.10 | 09:40 Uhr
Wie bereits seit längerer Zeit bekannt ist, haben Menschen mit Schuppenflechte eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Hautinfektionen. Bei der Suche nach einer Erklärung für dieses Phänomen kommt einem zunächst der scheinbare Widerspruch zwischen der angegriffenen Haut eines Psoriasis-Patienten und der beschriebenen Abwehrkraft in den Sinn. Intensive Forschungsaktivitäten haben gezeigt, dass an den für Psoriasis charakteristischen Hautschuppen ein Peptid (ein Protein) gebunden ist. Dieses Peptid trägt den Namen „humanes Beta-Defensin 2 (hBD-2)“. Es bekämpft einen bestimmten Hefepilz und wirkt gegen das Bakterium „Pseudomonas aeruginosa“. Außerdem ist die Existenz eines weiteren Defensins (hBD-3) bekannt, dass eine hohe Wirksamkeit gegen Coli-Bakterien besitzt. Die Zellmembran der Krankheitserreger wird durchlöchert und die Bakterien dadurch zerstört – eine sehr effektive Methode.
Die aktuellen Forschungen konzentrieren sich nun auf die Entwicklung eines Stoffes, der die Produktion dieser körpereigenen Defensine anregen soll. Des Weiteren ist man damit beschäftigt, eine Salbe mit einem hohen Anteil an solchen antimikrobiellen Stoffen zur Marktreife zu bringen. Da Bakterien kaum in der Lage sind, ihre eigene Membran (den Angriffspunkt der Defensine) zu verändern, ist die Bildung von Resistenzen, wie sie bei herkömmlichen Antibiotika auftreten können, äußerst unwahrscheinlich.
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| Datum: 17.05.10 | 13:16 Uhr
Der Autor des Films „Heilung unerwünscht: Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern“, der im Oktober 2009 ausgestrahlt wurde, hat gegenüber seinem Arbeitgeber offenbar einige falsche Angaben gemacht und außerdem gegen Programmgrundsätze des Senders verstoßen. In Folge dieser ihm unterstellten Fehltritte wurde der betroffene Redakteur mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Hauptgrund für die Entlassung scheint die nahezu gleichzeitige, nicht mit dem WDR abgesprochene Veröffentlichung eines Buches zum selben Thema zu sein, das zudem einen ähnlichen Titel trägt, nämlich „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“.

In den vergangenen Monaten wurde außerdem von verschiedenen Seiten wiederholt der Vorwurf der Schleichwerbung geäußert (mit Bezug auf die thematisierte Vitamin B12 Creme selbst), wodurch der WDR zunehmend in den Fokus der Kritik rückte und sich mit dem nun vorgenommenen Schritt vermutlich davon zu distanzieren versucht.
Zur Erinnerung: Der (scheinbare) Dokumentarfilm befasste sich mit einer Creme namens Regividerm, die bei Neurodermitis und Schuppenflechte ohne größere Nebenwirkungen zu einer Linderung der Symptome führen soll. Des Weiteren wurde behauptet, dass Pharmaunternehmen bewusst die Markteinführung der Creme blockieren würden; kurz nach der Erstausstrahlung der Sendung war Regividerm dann „überraschenderweise“ aber doch auf dem Weg zur Markteinführung.
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| Datum: 20.04.10 | 13:53 Uhr

Mittlerweile sind sich viele Mediziner darüber einig, dass Autoabgase bzw. die mit dem Autoverkehr einhergehende Feinstaubbelastung für die statistisch nachweisbare Zunahme von Allergien in der Bevölkerung mitverantwortlich sind. Das gilt besonders im Hinblick auf die drei atopischen Krankheitsbilder Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma. Laut einer aktuellen, deutschlandweit durchgeführten Studie (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts in Berlin litten rund 23 Prozent der in der Studie erfassten Kinder an mindestens einem der drei atopischen Krankheitsbilder.
Da sich die genetischen Faktoren, die für das Auftreten von Allergien usw. natürlich auch eine wichtige Rolle spielen, in den letzten Jahren nicht sprunghaft verändert haben können, lässt sich die erhöhte Zahl der Betroffenen eigentlich nur auf Veränderungen bei den Umweltbedingungen, bei der Ernährung und im Lebenswandel der Menschen zurückführen. In der Luft enthaltene Schadstoffe können ebenfalls das erstmalige oder wiederkehrende Auftreten von Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma „triggern“.
Einer Studie des Helmholtz-Zentrums München zufolge nimmt die Anfälligkeit für die genannten Krankheitsbilder zu, je näher der Wohnort eines potentiellen Patienten an einer stark befahrenen Verkehrsstraße liegt. Das vermehrte Auftreten von Ekzemen ist dabei auf eine erhöhte Stickoxid-Konzentration in der Luft zurückzuführen, während eine Feinstaub-Belastung (wie sie in der Nähe von Hauptstraßen häufig messbar ist) Erkrankungen der Atemwege u. ä. zur Folge haben kann.
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| Datum: 30.03.10 | 12:35 Uhr

Sicherlich kennt jeder die entspannende Wirkung eines ausgedehnten Bades in angenehm temperiertem Wasser. Es gibt aber auch noch einen darüber hinausgehenden, heilsamen Effekt auf die strapazierte Haut. Dabei ist vor allem sog. Thermalwasser interessant, enthält es doch (zumindest in den meisten Heilbädern) eine Vielzahl an Mineralien, die für Ihre positiven medizinischen Eigenschaften bekannt sind. Schwefel beispielsweise wirkt in Wasser gelöst antibakteriell und beruhigend. Auch Solebäder mit ihrem hohen Salzgehalt können helfen, das gilt zusätzlich im Hinblick auf rheumatische Beschwerden, wie sie in Zusammenhang mit einer Schuppenflechte auftreten können. Ist im Wasser viel Kohlendixoid enthalten, so fördert dieser Umstand die Durchblutung der Arterien, die wiederum wichtig für die Sauerstoffversorgung der Haut sind.
Die Inhaltsstoffe des Wassers kommen im Normalfall bei Wannenbädern stärker zu Geltung, da in gößeren Becken im Grunde immer Desinfektionsmittel eingesetzt wird, das den positiven Effekten der Mineralien entgegenwirkt. Ob nun ein Thermalbad im Einzelfall tatsächlich das Richtige ist bzw. ob eine größere Wirkung als durch die Anwendung von Pflegecremes erreicht werden kann, sollte jeder nach Möglichkeit selbst in Erfahrung bringen. Lediglich bei akuten Schüben ist von von einem sochen Bad eher abzuraten, da es die Haut zusätzlich reizen könnte.
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| Datum: 09.03.10 | 15:57 Uhr
Vielen Kindern fällt es nicht leicht, sich regelmäßig der Pflege der eigenen Haut zu widmen. Das ist durchaus nachvollziehbar, wird das tägliche Eincremen doch oft als langweilig oder gar in hohem Maße lästig empfunden. Gerade bei Kindern ist Hautpflege aber besonders wichtig, da der menschliche Körper in jungen Jahren sehr empfindlich auf eindringende Bakterien und Allergene reagiert – aus diesem Grund muss die Haut als wichtige Barriere gegen Umwelteinflüsse möglichst langfristig gesund erhalten werden.

Unterstützend soll hierbei ausgerechnet ein kleines Spielzeug herangezogen werden, das vor gut einem Jahrzehnt den Höhepunkt seiner durchaus beachtlichen Popularität erreichte, mittlerweile allerdings als ziemlich aus der Mode gekommen gilt: das Tamagotchi. Im Falle des von Designerin Anette Ströh entwickelten Exemplars handelt es sich dabei aber eigentlich eher um ein „Dermagotchi“, denn das putzige kleine Kerlchen namens „Hubert Haut“ muss nicht gefüttert, sondern eingecremt werden – andernfalls macht es sich durch lautes Piepen und visuell dargestelltes Unwohlsein bemerkbar.
Damit Huberts Haut gut gepflegt (und er wieder fröhlich) ist, muss das Kind den Deckel einer „echten“ Pflegecremetube (siehe Foto) mehrmals täglich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip in die Rückseite des Dermagotchis stecken. Dadurch wird die Motivation zur eigenen Hautpflege auf spielerische Art und Weise gesteigert, vor allem da Hubert das Eincremen mit fröhlichen Melodien und verschiedenen Tanzeinlagen begleitet.
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| Datum: 23.02.10 | 15:50 Uhr

Forscher des Universitätsklinikums Dresden, des Helmholtz Zentrums in München und des Universitätsklinikums Heidelberg sind in einer gemeinsam durchgeführten Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass eine symptombehaftete Neurodermitis-Erkrankung in den frühen Jahren der Kindheit große Auswirkungen auf die spätere psychische Verfassung der Betroffenen haben kann.
Im Rahmen der Studie wurden etwa 6.000 Kinder mit Geburtsjahr zwischen 1995 und 1998 untersucht. Ziel war die Erfassung von „Daten zur physischen Gesundheit und emotionalen Befindlichkeit der Kinder im Alter von zehn Jahren, zur Familienhistorie und zum täglichen Leben.“ Die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse erfolgte in dem medizinschen Fachblatt „Journal of Allergy and Clinical Immunology“.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass Kinder, die in ihren ersten beiden Lebensjahren an Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren statistisch betrachtet häufiger mit seelischen Problemen zu kämpfen hatten als Gleichaltrige. Dazu Dr. Joachim Heinrich (Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München): „Dies deutet darauf hin, dass die Neurodermitis einer unausgeglichenen psychischen Konstitution von Kindern vorausgeht und sie fördern kann.“ Besteht die Neurodermitis über das Säuglingsalter hinaus, so ist die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten anscheinend sogar noch größer. „Wir vermuten, dass sich vor allem die Folgebeschwerden langfristig auf das Gefühlsleben der betroffenen Kinder auswirken“, so Heinrich. Diese Folgebeschwerden können u. a. Schlafmangel, häufige Infektionen oder häufige Erschöpfung sein.Neurodermitis erhöht Risiko psychischer Störungen
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| Datum: 27.01.10 | 12:13 Uhr

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat – basierend auf einer Studie der Nottingham-Universität – bereits 2009 eine Meldung veröffentlicht, die für die meisten Neurodermitis-Patienten recht interessant sein dürfte. Dabei geht es um den Zusammenhang zwischen dem Härtegrad des Wassers in einer bestimmten Region und der Schwere der Ekzemausprägung bei den dort lebenden Kindern.
Die Erklärung liegt aller Wahrscheinlichkeit nach im Mineralstoffgehalt des Wassers. „Hartes“ Wasser enthält verhältnismäßig große Mengen an Magnesium und Kalzium. Diese Stoffe können die Haut reizen und beim Trinken indirekt zu einer Austrocknung der Haut führen. Außerdem besteht der Verdacht, dass die Verwendung von hartem Wasser zum Waschen von Kleidung und zur täglichen Körperflege mit einem höheren Verbrauch an Waschmittel, Seife etc. einhergeht. Dadurch werde die Haut zusätzlich angegriffen, so der Verband. In einem solchen Fall können handelsübliche Wasserenthärter Abhilfe schaffen.
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| Datum: 17.12.09 | 13:37 Uhr
Seit Ende November dürfen sowohl die Regeneratio Pharma GmbH als auch die Mavena Health AG die Bezeichnung „Regividerm“ nicht mehr im Zusammenhang mit der vor Kurzem auf den Markt gebrachten Vitamin B12 Salbe verwenden. Der Inhaber der Marke „Reviderm“, unter der eine Reihe von Kosmetikprodukten erhältlich sind, hat eine entsprechende einstweilige Verfügung beim Landgericht München erwirkt.
In den ersten beiden Dezembertagen erhielten fünf deutsche Großhändler, die mit der Auslieferung der Regividerm Salbe beauftragt waren, die schriftliche Aufforderung zur umgehenden Einstellung dieser Tätigkeit. Nach Herstellerangaben brach in Folge dessen der Vertrieb nahezu vollständig zusammen. Mittlerweile wurde eine Vereinbarung getroffen, die die Wiederaufnahme des Handels mit Regividerm ermöglicht. Bis Ende Dezember soll das Vertriebsnetz vollständig reaktiviert sein, in der Zwischenzeit müssen Kunden allerdings weitere Lieferverzögerungen in Kauf nehmen.
Im Rahmen der Vereinbarung wurde neben einer offenbar nicht unerheblichen Entschädigungszahlung auch die Löschung der bisherigen Domain www.regividerm.de veranlasst. Bald sind alle offiziellen Informationen seitens des Herstellers nur noch unter www.regeneratio.de abrufbar.
Welchen Namen die Vitamin B12 Salbe in Zukunft tragen wird, ist indes noch unklar. Ab Februar 2010 darf die Salbe jedenfalls nicht mehr unter der Bezeichnung Regividerm vertrieben werden. Bis dahin ist es Apotheken und Großhändlern aber erlaubt, die sich bereits im Umlauf befindlichen Produkte weiterhin zu verkaufen.
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| Datum: 10.12.09 | 13:22 Uhr
Bereits seit einigen Jahren forschen Dermatologen an sog. „intelligenten“ Textilien, die u. A.zur Linderung von Neurodermitis beitragen sollen. Anders als bei den momentan erhältlichen silberbeschichteten Textilien, kommen bei dieser Art von Kleidung spezielle Molüle – Cyclodextrine genannt – zum Einsatz.
Cyclodextrine sind ringförmige Zuckermoleküle, die dauerhaft auf textilen Oberlächen verankert („fixiert“) werden können. In dem Hohlraum, der sich in deren Inneren befindet, lassen sich diverse organische Substanzen einschließen – ähnlich wie in einem Käfig. Erst nach und nach wird der „gefangene“ Stoff durch Körperwärme und Hautkontakt freigegeben. In diesem Zusammenhang ist die Anwendung verschiedener Substanzen denkbar (z. B. Kortison, Anti-Pilz-Wirkstoffe oder Dexpanthenol).

Die Zuckermoleküle fungieren also als winzige Depots, die mit einem medizinisch wirksamen Inhalt „beladen“ sind. Bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder Allergien kann die dosierte Abgabe eines bestimmten Medikaments/Pflegemittels über einen bestimmten Zeitraum sehr hilfreich sein, da dieses Konzept die Durchführung einer Therapie auch in Alltagssituationen stark vereinfacht.
Die Liste der Materialien, die mi Cyclodextrinen beschichtet werden können, ist lang – von Leinen bis Wolle ist praktisch alles möglich. Unterwäsche, Schlafanzüge, Bettwäsche, Socken und Handschuhe sind für die Anwendung besonders geeignet, da bei diesen Textilien der direkte Kontakt zu den betroffenen Hautstellen gewährleistet ist.
Bis derartige Textilien auf dem Massenmarkt erhältlich sind, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen; aus Zellulose bestehende und mit Madensekret getränkte Wundauflagen, die nach dem selben Prinzip funktionieren, werden aber schon erfolgreich eingesetzt.
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| Datum: 03.12.09 | 13:03 Uhr

Die offizielle deutsche Regividerm-Website ist bereits seit ca. einer Woche nicht verfügbar. Selbiges gilt für die Seite der Vertriebsfirma Mavena. Ruft man eine der beiden Seiten auf, so bekommt man lediglich die Meldung „Lieber Besucher, die Seite der Salbe “B12″ ist aufgrund von Wartungsarbeiten derzeit nicht verfügbar.“ zu lesen. Das lässt vermuten, dass Regividerm demnächst unter einem anderen Namen (möglicherweise einfach nur „B12“) vertrieben werden soll.
Die englische Website www.regividerm.co.uk ist aber nach wie vor zugänglich, dort ist auch eine mehrsprachige (FR/NL/UK) Version des Beipackzettels zu finden, interessanterweise mit Stand September 2009 (Erstausstrahlung der Sendung: 19.10.2009).
Mittlerweile sind auch die ersten Erfahrungsberichte im Netz aufgetaucht, dabei wird deutlich, dass von der anfänglichen Euphorie im Zusammenhang mit der Markteinführung der Salbe nicht allzu viel übrig geblieben ist. Es gibt zwar durchaus auch positive Besipiele, besonders im Hinblick auf die Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis), so wird bspw. von einem Rückgang der Schuppung und einem verminderten Juckreiz berichtet. Aber: Das betrifft nur einen verhältnismäßig geringen Teil derjenigen Patienten, die sich bisher einem dokumentierten „Selbstversuch“ unterzogen haben. Bei Neurodermitikern scheint die Erfolgsquote sogar noch geringer zu sein, es ist sogar teilweise von einer Verschlechterung der Hautsituation die Rede.
Ein abschließendes Urteil ist natürlich noch nicht möglich, dafür liegt die Markteinführung der Regividerm Salbe einfach noch nicht lange genug zurück. In einigen Wochen gibt es zu diesem Thema sicherlich mehr zu berichten. Momentan existieren es aber noch keine Anzeichen dafür, dass das Vitamin B12-Präparat erwähnenswerte Vorteile gegenüber herkömmlichen Pflegecremes bietet.
PS: Ihr könnt natürlich weiterhin hier Eure eigenen Erfahrungsberichte veröffentlichen, um anderen Patieneten bei der Entscheidung für oder gegen die Creme zu helfen.
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| Datum: 23.11.09 | 14:56 Uhr
Der Wirkstoff Cyclosporin A, auch als Ciclosporin bezeichnet, wird vorwiegend dann eingesetzt, wenn es sich um eine besonders schwere, chronisch verlaufende Form von Neurodermitis handelt, bei der alle anderen Therapieansätze bereits gescheitert sind.
Es handelt sich bei Cyclosporin A um ein Immunsuppressivum, also um einen Stoff, der Immunreaktionen des Körpers unterdrückt. Der Signalweg in den körpereigenen Abwehrzellen wird unterbrochen und somit die Freisetzung entzündungsverstärkender Botenstoffe verhindert.
Die Substanz wird aus norwegischen Schlauchpilzen isoliert, die 1969 vom Schweizer Pharma-Unternehmens Sandoz erstmalig auf ihre medizinischen Effekte hin untersucht wurden. Ursprünglich hatte man sich eine antibiotische Wirkung erhofft, stieß aber bald auf die immunsunsuppressive Eigenschaft und forschte in diese Richtung weiter
Statistisch gesehen sprechen nur 7 % der behandelten Patienten NICHT auf eine Therapie mit Cyclosporin A an, problematisch sind aber die schweren Nebenwirkungen, vor allem steigender Blutdruck und Schädigungen der Nieren sind ernstzunehmende Gefahren. Deshalb müssen die Blutwerte des Patienten während der Behandlung engmaschig überwacht werden.
Ähnlich wie bei Kortison besteht auch bei Cyclosporin A die Gefahr, dass es zum Auftreten eines neuen Schubs kommt, nachdem das Medikament (z. B. Sandimmun oder Ciclora) abgesetzt wurde. Außerdem sollte während der Behandlung von einer Lichttherapie Abstand genommen werden, um der in Studien festgestellten erhöhten Gefahr der Entstehung von Hautkrebs entgegenzuwirken.
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| Datum: 12.11.09 | 13:20 Uhr

Regividerm-Erfinder Karsten Klingelhöller
In wenigen Tagen wird die umstrittene Regividerm Vitamin B12-Salbe voraussichtlich den Weg in den Handel finden. Informationen des Herstellers zufolge wurde die Salbe als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert. Damit seien die Bedingungen für eine Markteinführung erfüllt. Es handelt sich bei der Regividerm Vitamin B12-Salbe also bislang rein rechtlich betrachtet nicht um ein Arzneimittel. Dieser Sachverhalt ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, eine letzte Überprüfung durch die Bezirksregierung Düsseldorf steht noch aus. Sollte die Prüfung ergeben, dass das enthaltene Vitamin B12 einen pharmakologischen Wert habe, so ist eine nachträgliche Klassifizierung als Arzneimittel wahrscheinlich. In diesem Fall müsste der Hersteller die Salbe vom Markt nehmen und sich einem weitaus umfangreicheren Zulassungsverfahren unterziehen.
Das würde u. a. bedeuten, dass auch Langzeitstudien durchgeführt werden müssten, um z. B. die Frage zu klären, ob bei der Anwendung von Regividerm nicht doch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten können. Bisher hatte der Hersteller, die in Remscheid ansässige Regeneratio Pharma GmbH, lediglich „sporadische Hautreizungen“ als mögliche Nebenwirkung genannt. Die endgültige Entscheidungsgewalt über die Zulassung liegt beim Bundesinstitut für Arzneimittel.