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| Datum: 27.07.09 | 14:10 Uhr

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Elidel Creme

Die Elidel Creme von Novartis hat mittlerweile einen recht hohen Bekanntheitsgrad erreicht, allerdings werden ihr leider nicht nur positive Eigenschaften zugesprochen, weshalb ich kurz meine Erfahrungen zu diesem Thema weitergeben möchte.

Zunächst zum Wirkungsprinzip von Elidel Creme: Bei Neurodermitikern produzieren die in der Haut befindlichen T-Zellen ohne wirklichen Auslöser Botenstoffe, der zu Entzündungen in der Haut führt. Der in der Creme enthaltene Wirkstoff Pimecrolimus verhindert aber die Ausschüttung dieser Botenstoffe und gleicht damit die Störung des Immunsystems wieder aus. Soweit zur Theorie.

Ich habe Elidel Creme vor einigen Jahren im Gesichts- und Halsbereich angewendet. Meine ND war zu dieser Zeit bereits etwas besser geworden und ich sollte von daher auf eine weiterführende Behandlung mit kortisonhaltigen Salben zumindest im genannten Hautareal verzichten. Stattdessen trug ich eben von da an Elidel auf und konnte damit insgesamt gesehen die ND auch gut unter Kontrolle halten. Was mir jedoch auffiel, war, dass bei einem stärkeren Schub kaum eine Wirkung vorhanden war.

Mich haben zudem zwei Sachen von Anfang an irritiert:

1. Die Creme darf nicht in Augennähe aufgetragen werden. Trotzdem wurde sie mir zur Anwendung im Gesicht verschrieben. Das macht meiner Meinung nach nur begrenzt Sinn.

2. Längere Aufenthalte in der Sonne sollen vermieden werden. Wie man das z. B. im Hochsommer praktisch anstellt, wurde mir jedoch nicht mit auf den Weg gegeben.

Elidel ist stark in Verruf geraten, als publik wurde, dass während der Anwendung Fälle von Hautkrebs aufgetreten sind, die eventuell auf das Zusammenspiel des Wirkstoffes mit Sonneneinstrahlung zurückzuführen sein könnten. Vollständig bewiesen ist dieser Zusammenhang bis heute nicht, was die Sache aber wohl kaum weniger beunruhigend erscheinen lässt.

Ich habe nach etwa einem Jahr mit Elidel habe ich an der Uni-Klinik Dresden an einer placebo-kontrollierten Studie teilgenommen, bei der es insbesondere darum ging, ob Elidel Creme eine Verdünnung der Haut bewirkt (ähnlich wie einige kortisonhaltige Präparate). Als Ergebnis konnte eine solche Verdünnung nicht nachgewiesen werden, trotzdem empfahl man mit, die Creme abzusetzen, da über die Langzeiteffekte einer Anwendung zu wenig bekannt wäre. Dieser Empfehlung bin ich dann auch nachgekommen.

Seitdem benutze ich fürs Gesicht handelsübliche Pflege-Cremes, wie man sie in jeder Drogerie kaufen kann. Eine Verschlechterung hat sich seitdem nicht eingestellt.

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| Datum: 22.07.09 | 10:02 Uhr

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Bettwäsche mit Silberanteil

Bettwäsche mit Silberbeschichtung hat zwei große Vorteile: Zum einen sorgt der antibakterielle Effekt des Silbers bei Hautkontakt für eine Hemmung der Bakterienbildung, zum anderen besitzt Siber auch einen angenehm kühlenden Effekt auf die Haut. Dadurch wird die unvorteilhafte Schweißproduktion reduziert und die Geruchsentwicklung, wie sie in heftigeren Krankheitsphasen auftritt, wird ebenfalls eingedämmt. Neben der beschichteten Variante gibt es auch Bettwäsche, bei der Silberfäden direkt in den Stoff (meist Baumwolle) eingewebt sind. Bettwäsche mit Siberanteil ist u. a. von Padycare erhältlich.

Silberbettwäsche
Leider kann ich mangels Erfahrung selbst nicht beurteilen, ob die positiven Eigenschaften einer solchen Bettwäsche ausreichen, um Neurodermitis-Patienten wirklich zu einem angenehmeren und ruhigeren Schlaf zu verhelfen, oder ob sie vielleicht sogar eher störend wirkt (wie ich es z. B. bei der Anwendung von Milbenbettwäsche erlebt habe).

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| Datum: 13.07.09 | 15:10 Uhr

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Milchsäuresalbe

Da die Suche nach einer geeigneten Pflegesalbe bzw. -creme für Neurodermitiker ein recht kompliziertes Unterfangen sein kann, möchte ich an dieser Stelle einmal von meinen positiven Erfahrungen mit der sog. Milchsäuresalbe berichten.

Entwickelt wurde diese Salbe meines Wissens nach an der Uni-Klinik Dresden. Sie ist allerdings nicht als „Fertigprodukt“ erhältlich, sondern muss in der Apotheke angefertigt werden.Wer auf Anfrage von seinem Apotheker nur ein ratloses Gesicht geboten bekommt, sollte lieber die lateinische Bezeichnung (unguentum acidi lacctici 0,4 %) verwenden oder sich von seinem Dermatologen ein grünes Rezept ausstellen lassen. Das es sich bei der Milchsäuresalbe um ein Pflegepräparat handelt, wird es nämlich nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern muss (wie so oft) zu 100 % selbst bezahlt werden. Der Preis für 400 g Milchsäuresalbe liegt bei etwa 18 bis 20 Euro. Bei einer ausgeprägten generalisierten Neurodermitis und täglicher Anwendung am Morgen sowie am Abend reicht die angegebene Menge etwa zwei bis maximal drei Wochen. Übers Jahr gerechnet ist die ganze Sache also ein ziemlich teurer Spaß.

Trotz des etwas ärgerlichen Kostenfaktors möchte ich auf die Milchsäuresalbe nicht mehr verzichten. Sie lässt sich sehr gut auf die Haut auftragen und verhindert das Austrocknen, besonders nach dem Duschen oder Baden. Dadurch juckt und schuppt die Haut viel weniger. Seit ich die Salbe verwende, ist mein allgemeiner Hautzustand kontinuierlich besser geworden. Zwar sind bei kleineren aufgekratzten oder entzündeten Stellen trotzdem noch andere Cremes nötig – was die reine Hautpflege betrifft, so ist die Milchsäuresalbe für mich persönlich aber die beste Salbe, die ich je hatte.

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| Datum: 05.07.09 | 16:02 Uhr

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Mineral Sea Maske

Mineral Sea Maske

Viele von Neurodermitis betroffene Patienten klagen über ein unangenehmes Hautgefühl, häufig ist die Haut gereizt, trocken oder rissig. Um diese Beschwerden zu lindern, ist der Einsatz von verschiedenen Hautpflegeprodukten möglich. An dieser Stelle sollen zwei solcher Produkte kurz vorgestellt werden.

Die MINERAL SEA Gesichtsmaske enthält Mineralien und Schlamm aus dem Toten Meer. Sie soll der Haut Feuchtigkeit und Nährstoffe spenden und deren Geschmeidigkeit und Spannkraft erneuern.

Nach dem Auftragen der Maske lässt der Anwender diese ca. eine halbe Stunde einwirken. In der Zeit sollte sich eine leichte Kruste gebildet haben und die Maske kann anschließend abgespült werden. Das damit verbundene Abtragen alter Hautzellen und die Anregung der Durchblutung kann ggf. zu einer deutlichen Verbesserung des Hautgefühls führen.

Bei der Anwendungs ist jedoch zu beachten, dass die Maske nicht auf offene Gesichtshaut aufgetragen werden sollte, da es in diesem Fall zu einem starken Brennen im Gesichtsbereich kommen kann.

Um diesen Pflegevorgang abzurunden und einen Feuchtigkeitsfilm auf die behandelten Hautstellen zu legen, kann im Anschluss daran ein weiteres Produkt, die Alfason CreLo Emulsion (Hinweis: Die Alfason CreLo Emulsion enthält Hydrocortison und ist daher verschreibungspflichtig!!!!!) der Fa. Astellos Pharma GmbH, langsam massierend auf die bereits behandelten Hautstellen aufgetragen werden. Da die Gesichtsmaske der Haut im Vorfeld Feuchtigkeit entzogen hat, kann mit dem Einsatz dieser Emulsion wieder Feuchtigkeit zugeführt werden und ein Entspannungseffekt erreicht werden.

Experimentell veranlagte Anwender haben außerdem die Möglichkeit, beide Präparate miteinander zu vermengen und gleichzeitig aufzutragen, wodurch sich der Pflegeprozess deutlich verlängern lässt, da die Krustenbildung dementsprechend verzögert wird.

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