Milchsäuresalbe
Da die Suche nach einer geeigneten Pflegesalbe bzw. -creme für Neurodermitiker ein recht kompliziertes Unterfangen sein kann, möchte ich an dieser Stelle einmal von meinen positiven Erfahrungen mit der sog. Milchsäuresalbe berichten.
Entwickelt wurde diese Salbe meines Wissens nach an der Uni-Klinik Dresden. Sie ist allerdings nicht als „Fertigprodukt“ erhältlich, sondern muss in der Apotheke angefertigt werden.Wer auf Anfrage von seinem Apotheker nur ein ratloses Gesicht geboten bekommt, sollte lieber die lateinische Bezeichnung (unguentum acidi lacctici 0,4 %) verwenden oder sich von seinem Dermatologen ein grünes Rezept ausstellen lassen. Das es sich bei der Milchsäuresalbe um ein Pflegepräparat handelt, wird es nämlich nicht von der Krankenkasse übernommen, sondern muss (wie so oft) zu 100 % selbst bezahlt werden. Der Preis für 400 g Milchsäuresalbe liegt bei etwa 18 bis 20 Euro. Bei einer ausgeprägten generalisierten Neurodermitis und täglicher Anwendung am Morgen sowie am Abend reicht die angegebene Menge etwa zwei bis maximal drei Wochen. Übers Jahr gerechnet ist die ganze Sache also ein ziemlich teurer Spaß.
Trotz des etwas ärgerlichen Kostenfaktors möchte ich auf die Milchsäuresalbe nicht mehr verzichten. Sie lässt sich sehr gut auf die Haut auftragen und verhindert das Austrocknen, besonders nach dem Duschen oder Baden. Dadurch juckt und schuppt die Haut viel weniger. Seit ich die Salbe verwende, ist mein allgemeiner Hautzustand kontinuierlich besser geworden. Zwar sind bei kleineren aufgekratzten oder entzündeten Stellen trotzdem noch andere Cremes nötig – was die reine Hautpflege betrifft, so ist die Milchsäuresalbe für mich persönlich aber die beste Salbe, die ich je hatte.



4 Kommentare
Das Produkt mit der Milchsäuresalbe habe ich noch nicht gekannt. Aber irgendwie verwunderlich. Sollten nicht die ND alle Milchprodukte weglassen? Naja, Theorie und Praxis.
Ich selber habe mit der Ernährung gearbeitet. Seitdem ich meinen Körper entsäuert habe (mittel Nahrungsmittel & Tees, keine Ergänzungsmittel) habe ich eine wunderbar normal-fettige Haut, keinen Juckreiz mehr und vieles mehr hat sich auch noch verändert. Zusätzliche Kosten? keine
Alternative Tipps außerhalb der Schulmedizin finden sich auf der folgenden Blogseite: http://gesundheit-und-praevention.blogspot.com/2009/07/hilfe-bei-neurodermitis.html
Es stimmt schon, dass die meisten Neurodermitiker Milchprodukte eher vermeiden sollten, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Milchsäure ist aber wirklich nur in saurer Milch enthalten und die trinkt glaub ich kaum jemand
Milchsäuresalbe hilft der Haut, die Feuchtigkeit zu bewahren und trägt zur Bildung eines Schutzfilmes gegen Bakterien o. ä. bei. Sie brennt auch nicht auf der Haut, selbst bei offenen Stellen.
Ich habe mal ghört, daß ND auch “Rohmilch” vertragen. Erst die verarbeitete Milch (pasteurisiert etc.) wäre für sie nicht verträglich.
Wenn Kinder mit ND von Angang an nur Rohmilch trinken, kann das Allergien vorbeugen und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Abgekocht werden sollte sie trotzdem, wegen der enthaltenen Keime, die zwar natürlich, aber für den Menschen dennoch gefährlich sein können. Eine Umgewöhnung von pasteurisierter auf Rohmilch im fortgeschritteneren Alter ist kaum möglich, weil sich der Körper zu sehr an die pasteurisierte Milch gewöhnt hat.
Die von Ihnen genannte Unverträglichkeit bezieht sich auf Melanoide, die in der Rohmilch nicht enthalten sind, sondern erst bei der Behandlung (Erhitzen) der Milch entstehen. Diese können als Allergen wirken.
Man sollte also gemäß der eigenen Verträglichkeit genau abwägen, welche Art von Milch man zu sich nimmt.