Kategorie:

| Datum: 31.08.09 | 09:16 Uhr

(6 Kommentare)

Chorbleiche soll bei Neurodermitis helfen

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Chlorbleiche ein wirkungsvolles Mittel zur Behandlung von Neurodermitis darstellt. Dem Badewasser zugesetzt, soll die Bleiche bei regelmäßigem Baden den Hautausschlag erheblich reduzieren und sogar neuen Schüben vorbeugen.

Prinzipiell wirkt Chlorbleiche antibakteriell und hat sich als besonders effektiv bei der Bekämpfung des Bakteriums Staphylococcus aureus erwiesen. Dieses ist bei den meisten Neurodermitikern in großer Zahl auf der Hautoberfläche zu finden, vor allem im Bereich entzündeter und nässender Stellen.

An der Studie, auf die sich die Erfolgsmeldung stützt, haben 31 Neurodermitis-Patienten im Alter zwischen 6 Monaten und 17 Jahren teilgenommen, von denen jeder zweimal wöchentlich ein Bad in warmem Wasser nahm. Dem Badewasser von 50 % der Probanden wurde dabei ein Becher Chlorbleiche zugesetzt, die anderen 50 % erhielten ein Placebo. Die Dauer eines Bades betrug ca. 5 bis 10 Minuten.

Bei den Kindern und Jugendlichen, deren Badewasser tatächlich Chlorbleiche enthielt, trat schnell eine deutliche Verbesserung des Hautbildes ein, auf die übrigen Probanden traf dies jedoch nicht zu.
Auch konnten die Forscher beobachten, dass bei ersterer Gruppe die Entzündungen nach dem Abheilen nicht erneut aufflammten, sondern dauerhaft zurückgingen.

Bevor man einen möglichen Selbstversuch mit verdünnter Chlorbleiche unternimmt, sollte man aber unbedingt einen Arzt konsultieren. Nur dieser kann letztlich beurteilen, ob die Behandlung für den Patienten geeignet ist oder nicht.

Kommentar schreiben

Kategorie:

| Datum: 18.08.09 | 13:16 Uhr

(1 Kommentar)

Neurodermitis im Film: „Neandertal“

Neandertal

Bei Neurodermitis handelt es sich um ein Thema, das bisher kaum in beachtenswerter Weise auf die Leinwand gebracht wurde. Im letzten Jahr hat es der deutsche Regisseur Ingo Haeb mit seinem Kinofilm „Neandertal“ jedoch geschafft, das Leben mit dieser Krankheit einer differenzierten sozialpsychologischen Analyse zu unterziehen. Haeb, der auch das Drehbuch zum Film geschrieben hat, verarbeitete mit dem Projekt Eindrücke und Erlebnisse aus seiner eigenen, von schwerer Neurodermitis geprägten Jugend.

Die Handlung ist in einer westdeutschen Provinzstadt während der Wendezeit angesiedelt. Der siebzehnjährige Guido (Jacob Matschenz), der seit seiner Geburt an Neurodermitis leidet, erlebt kurz vor dem Abitur seinen bis dato schwersten Schub. Im Krankenhaus wird ihm während des Therapieverlaufs zunehmend bewusst, dass die Verschlimmerung der Neurodermitis eng mit den zerrütteten Verhältnissen in der eigenen Familie zusammenhängt. Also versucht Guido, aus der scheinbaren Normalität seines bisherigen Lebens auszubrechen…

Der Film zeigt in zahlreichen Großaufnahmen die geschundene Haut des Protagonisten. Durch diese ehrliche und unverfälschte Darstellung der Krankheit gewinnt „Neandertal“ ein hohes Maß an Authentizität, bietet aber noch genügend andere Handlungsebenen, um auch abseits der Krankheitsmetapher überzeugen zu können.

Kommentar schreiben

Kategorie:

| Datum: 04.08.09 | 16:09 Uhr

(0 Kommentare)

Lotionen gegen trockene Haut

Die Sommermonate sind für Neurodermitiker oftmals eine recht problematische Zeit. Vor allem die verstärkte Schweißproduktion macht vielen Betroffenen zu schaffen. Die entzündeten Hautbereiche werden durch den Schweiß zusätzlich gereizt und das Jucken und Brennen wird verstärkt. Außerdem trocknet die Haut dabei mehr aus als normalerweise. Wer nicht zu den Glücklichen gehört, die durch einen erholsamen Urlaub eine Verbesserung ihres Hautzustandes erfahren, ist damit einer signifikanten Mehrbelastung ausgesetzt.

Das Problem dabei ist, dass man der Austrocknung der Haut meist nur durch vermehrtes Eincremen begegnen kann. Das führt dann allerdings wieder zu stärkerem Schwitzen, was z. B. beim Tragen einer Jeans oder sonstiger eng anliegender Oberbekleidung ziemlich unangenehm werden kann.

Excipial

Die beste Lösung für dieses Problem ist nach meiner Erfahrung, statt einer Creme eine Lotion zu verwenden, da diese die Haut sehr gut mit Feuchtigkeit versorgt, aber trotzdem schnell einzieht und bei hohen Außentemperaturen zu einem insgesamt angenehmeren Hautgefühl führt. Nachteil ist allerdings, dass die feuchtigkeitsspendende Wirkung meist nicht besonders lange (weniger als zwölf Stunden) anhält.

Ich persönlich empfehle eine Mandelöl-Lotion wie z. B. die Excipial U Lipolotio von Spirig. Die ist allerdings nicht ganz billig: 500 ml schlagen mit etwa 15 – 20 € zu Buche. Für Neurodermitis-Patienten mit sehr trockener Haut handelt es sich hierbei aber dennoch um eine sinnvolle Ergänzung bzw. Alternative zur Behandlung mit herkömmlichen Pflege-Cremes.

Kommentar schreiben

Suche