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| Datum: 30.09.09 | 10:33 Uhr

Prinzipiell können Kinder mit Neurodermitis entsprechend der selben allgemein verbreiteten Empfehlungen geimpft werden wie „normale“ Kinder. Es ist dabei jedoch von großer Wichtigkeit, dass sich die Haut in einem stabilen Zustand befindet. Unwesentlich ist dagegen, ob in der Zeit vor oder nach der Impfung topische Steroide zur Anwendung kommen, es sei denn, es handelt sich um die längerfistige Einnahme hochdosierter Kortisonpräparate.
Bei der Betrachtung möglicher Gefahren infolge des Bestehens von Allergien muss zwischen einer Allergie auf bestimmte Impfstoffbestandteile und der möglichen Immunreaktion auf sog. „kreuzreagierende Antigene“ (Hühnereiweiß, speziell Ovalbumin) differenziert werden.
Allergien gegen Impfstoffbestandteile wie Hilfs- und Konservierungsstoffe sind sehr selten. Sollte aber bereits im Vorfeld ein derartiger Verdacht bestehen, so kann ein Prick- oder Intrakutantest genauere Informationen liefern. Relevant wären dabei u. a. die Stoffe Formaldehyd, Neomycin, Thiomersal und Humanalbumin.
Der größere Risikofaktor ist dagegen eine evtl. auftretende allergische Reaktion auf Hühnereiweißbestandteile. Diese sind in höherer Konzentration aber lediglich im Gelbfieberimpfstoff enthalten, so dass bei einer bestehenden Hühnereiweißallergie auf eine solche Impfung verzichtet werden sollte. Bei allen anderen Impfungen ist es ausreichend, vor der Behandlung mit dem behandlenden Arzt zu sprechen und ggf. einen Allergietest durchzuführen.
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| Datum: 21.09.09 | 14:46 Uhr
Es existieren bekanntlich eine ganze Reihe von Hauttests/Allergietests mit teils nicht ganz einfach zu deutenden Bezeichnungen. Zum besseren Verständnis habe ich deswegen mal eine kleine Übersicht der wichtigsten Testverfahren erstellt.
Pricktest

Beim Pricktest werden diverse allergenhaltige Lösungen in geringer Menge auf den Unterarm des Patienten getropft. Anschließend erfolgt im Bereich jedes Tropfens ein „Anpieksen“ der Haut mit einer Nadel (Lanzette), so dass die Lösung in die Oberhaut eindringt. Nach etwa 20 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Die Stärke einer allergische Reaktion wird dabei einerseits durch die Größe der sich evtl. bildenden Quaddel und andererseits durch den Grad der Hautrötung messbar gemacht.
Scratchtest

Dieser Test ist dem Pricktest vom Prinzip her sehr ähnlich, liefert aber in manchen Fällen deutlicher sichtbare Hinweise auf eine Reaktion. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Haut etwas mehr (aber immer noch leicht und unblutig) eingeritzt wird. Besonders geeignet ist der Scratchtest zur Bestimmung von Allergien gegen Tierhaare oder Medikamente.
Reibetest

Wenn die Vermutung besteht, dass ein Patient sehr stark auf einen bestimmten Stoff reagiert oder keine passende Testsubstanz in Form einer Lösung vorhanden ist, kann ein Reibetest durchgeführt werden. Dabei wird der unter Allergieverdacht stehende Stoff (z. B. Lebensmittel oder Tierhaare) in nativer (unveränderter) Form in den Unterarm eingerieben. Eine Quaddelbildung signalisiert auch hier das Vorhandensein einer Allergie.
Intrakutantest

Einige Allergene, wie bspw. Schimmelpilzsporen und Insektengifte, müssen in einer relativ hohen Konzentration vorliegen, um eine Reaktion zu provozieren. Beim Intrakutantest wird die entsprechende Lösung deshalb direkt unter die Haut am Rücken oder am Unterarm gespritzt, damit die enthaltenen Substanzen in das unter der Haut befindliche Bindegewebe eindringen können. Der Nachteil dieser Prozedur ist, dass sie doch recht schmerzhaft ist und teilweise heftige Allergiereaktionen auftreten können. Auch hier erfolgt die Ablesung der Resultate nach ca. 20 Minuten.
Epikutantest

Bei diesem Test werden dem Patienten verschiedene Pflasterstreifen auf den Rücken geklebt, die jeweils mit einer Reihe von Allergenen beschichtet sind. Besonders geeignet ist der Epikutantest zur Klärung der Tatsache, ob die Ursache eines aufgetretenen Kontaktekzems in einer allergischen Reaktion liegt, z. B. gegenüber Nickel, Kosmetika oder Duftstoffen. Es wird neben der Reaktion an sich auch der Reaktionsverlauf bewertet. Deshalb werden i. d. R. nach 24, 48 und 72 Stunden Testablesungen durchgeführt. Der Test hat den Nachteil, dass häufig „falsch positive“ Ergebnisse auftreten, wenn sich die Haut durch das tagelange Tragen der Pflaster rötet.
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| Datum: 15.09.09 | 13:41 Uhr
Eine Schadstoffbelastung innerhalb der Wohnung kann großen Einfluss auf die Intensität einer Neurodermitis-Erkrankung haben. Die Belastung kann dabei chemischer, biologischer oder auch physikalischer Natur sein.
Auf der chemischen Seite existieren da z. B. die Substanz Formaldehyd, verschiedene Lösungsmittel sowie Holzschutzmittel und Pestizide. Teilweise können schon sehr geringe Konzentrationen dieser Substanzen – sobald sie sich in der Raumluft befinden – zu einer Beeinträchtigung des Immunsystems führen. Außerdem besteht die Gefahr einer chronischen Vergiftung, die durch eine allmähliche Verstärkung der Symptome gekennzeichnet ist und deren Ursache oft erst spät oder auch überhaupt nicht erkannt wird.

Biologische Faktoren wie Schimmelpilze, Milbenallergene und Bakterien spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle. Ein Pilzbefall in Innenräumen ist dabei so gut wie immer auf übermäßige Feuchtigkeit zurückzuführen, die wiederum oftmals durch (unsichtbare) Bauschäden hervorgerufen wird. Schadstoffe biolologischer Natur wirken besonders allergieverstärkend und können sich so auch direkt im Hautbild des Betroffenen niederschlagen.
Mögliche physikalische Belastungen sind vor allem ausgeprägte elektrische und magnetische Felder, in der Umgangssprache auch bekannt als „Elektrosmog“. Wie hoch der Einfluss solcher Felder auf den menschlichen Körper tatsächlich ist, wird noch immer in zahlreichen Studien untersucht. Zumindest im Schlafbereich einer Wohnung sollte man aber weitestgehend auf den Betrieb elektrischer Geräte verzichten.
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| Datum: 07.09.09 | 15:45 Uhr
Heute möchte ich euch über eine Therapieform berichten, auf die ich erst vor einigen Tagen aufmerksam geworden bin. Die SANUM-Therapie oder auch Enderlein-Therapie wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Zoologen Prof. Dr. Günther Enderlein (1872 – 1986) entwickelt.

Prof. Enderlein (li.) bei der Arbeit
Ihre wissenschaftliche Grundlage beruht auf der Theorie, dass sich Mikroorganismen im menschlichen Körper symbiotisch verhalten, d. h. je nachdem, ob das Milieu des Blutes und des Gewebes günstig oder ungünstig ausgeprägt ist, nutzen oder schaden diese Mikroorganismen dem Menschen.
So haben z. B. Nikotin, Alkohol oder die falsche Ernährung einen negativen Einfluss auf das Milieu im Körper. Bakterien und Pilze können sich ungehindert ausbreiten, wodurch sich das Risiko für Krankheiten drastisch erhöht. Dies gelte nach Ansicht der Anhänger Enderleins insbesondere auch für chronische Krankheiten wie Neurodermitis.
Im Jahre 1933 übernahm Prof. Enderlein die Leitung der Produktionskontrolle in der neu gegründeten Firma SANUM (heute SANUM-Kehlbeck). Die in diesem Unternehmen hergestellten Präparate nennen sich Isopathika, welche „Vorstufen“ krankheitserregender Mikrooranismen enthalten und somit eine Rückführung dieser Organismen in ihre ursprüngliche, dem Körper zuträgliche Form erreichen sollen. Auch ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt spielt bei der Behandlung mit Isopathika eine große Rolle.
Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, aber dafür wenig tierischem Eiweiß ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Therapie.