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| Datum: 23.10.09 | 13:30 Uhr

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WDR-Doku „Heilung unerwünscht“ ruft heftige Reaktionen hervor

Mit der Dokumentation „Heilung unerwünscht“ hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine unangeahnte Welle von Reaktionen ausgelöst. Die Bandbreite reicht dabei von Dankesbekundungen über Desinteresse bis hin zu scharfer Kritik, die vor allem den Vorwurf der Schleichwerbung beinhaltet.

Problematisch sind zum einen die fehlende Stichhaltigkeit der im Film erwähnten Studien hinsichtlich der Anzahl der Probanden etc., zum anderen besteht die Möglichkeit, dass der Westdeutsche Rundfunk als Werbeplattform für ein bisher erfolgloses Produkt missbraucht wurde. Schwer zu sagen, ob dem tatsächlich so ist – letztendlich wird der Grad der Wirksamkeit darüber entscheiden, ob es sich bei den Entwicklern der Regividerm Salbe (die mit dem Schweizer Unternehmen Mavena nun doch einen Hersteller und Vertriebspartner gefunden haben) um Scharlatane oder um Opfer der Pharma-Lobby handelt.

Eine gegenüber der am Montag gezeigten Fassung um 15 Minuten längere Variante wird am heutigen Abend (23.10.) auf dem Sender Phoenix ausgestrahlt.

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| Datum: 20.10.09 | 13:25 Uhr

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Heilung unerwünscht: Wie die Pharmaindustrie die Verbreitung von Medikamenten verhindert

Am gestrigen Abend wurde in der ARD eine Dokumentation ausgestrahlt, die am Beispiel einer äußerst wirkungsvollen und gleichzeitig preisgünstigen Salbe zur Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte aufzeigt, wie wenig Interesse die Pharma-Lobby an der Heilung von chronischen Krankheiten zeigt. Der Grund: Mit dem langanhaltenden Leid von Patienten lassen sich gigantische Profite erzielen, wie sie mit Präparaten, die dieses Leid beenden würden, niemals erreicht werden können.

Regividerm

Im Mittelpunkt der Doku steht eine Salbe namens „Regividerm“, die bereits Ender der 80er Jahre von zwei Studenten entwickelt wurde und lediglich aus einer Avocadoöl-Salbengrundlage und 0,07 % pulverförmigem Vitamin B12 (Cyanocobalamin) besteht. Dieser wurde in zwei klinischen Studien der Universitäten Bochum und Dortmund sowie einer weiteren Studie in den USA eine beachtliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Neurodermitis bescheinigt. Dennoch ist die rosafarbene „Wundersalbe“ bis heute nicht auf dem Markt – und das obwohl (oder gerade weil) der Verkaufspreis pro Dose bei nur ca. 29 Euro liegt.

Bei allen großen Pharmafirmen hat der Erfinder Karsten Klingelhöller sein Produkt vorgestellt, doch die Reaktionen waren stets ähnlich: Die Salbe passe nicht ins „Konzept“ des Unternehmens, so die Industrie-Vertreter. Teilweise wurden zwar Angebote zum Aufkauf des Patents unterbreitet, allerdings weder zum Zweck der späteren Produktion noch zu dessen Vermarktung. Wer nun wissen will, wie diese Vorgänge im Einzelnen abliefen und was aus dem Erfinder geworden ist, der sollte sich unbedingt die Dokumentation „Heilung unerwünscht“ auf YouTube anschauen.
Hier der Link:

Heilung unerwünscht

Außerdem wird die Sendung am 30. November 2009 um 22:00 Uhr im WDR wiederholt.

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| Datum: 08.10.09 | 13:54 Uhr

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Die Kinesiologie

Der Begriff Kinesiologie (zusammengesetzt aus Kinesis – Bewegung und Logos – Lehre) bezeichnet ein in den 60er Jahren vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entwickeltes Diagnose- und Therapieverfahren. Grundlage der Kinesiologie ist die Annahme, dass gesundheitliche Störungen die Folgeerscheinung einer Schwäche gewisser Muskelgruppen sind.

Ein weiterer zentraler Bestandteil der Lehre ist die aus der Akupunktur bekannte Meridian-Theorie, derzufolge der menschliche Körper von zahlreichen Bahnen („Meridianen“) durchzogen ist. Durch diese Bahnen fließt – normalerweise relativ ungehindert – der Lebensstrom („Qi“). Unter Umständen kann der Energiefluss in den Meridianen allerdings unregelmäßig werden oder aufgrund sogenannter „energetischer Blockaden“ spürbaren Einschränkungen unterliegen.

Kinesiologie

Um derartige Störungen erkennen zu können, findet das primäre Diagnoseinstrument in der Kinesiologie Anwendung; Der „kinesiologische Muskeltest“. Bei diesem Test konfrontiert der Therapeut den Probanden mit der Substanz/Information/Emotion, die getestet werden soll. Gleichzeitig wird ein Druck auf einen bestimmten „Indikator-Muskel“ des Patienten ausgeübt und festgestellt, ob dieser Muskel nach den Kriterien der Kinesiologie stark bleibt oder dem Druck nachgibt. Im letzteren Falle wird z. B. angenommen, dass eine Unverträglichkeit gegen die Test-Substanz besteht oder die Gesundheit des Probanden durch negative Emotionen beeinträchtigt wird. Enstprechend der Untersuchungsergebnisse kann im Anschluss eine Therapieempfehlung ausgesprochen werden.

Die Kinesiologie ist zwar nicht zur Behandlung akuter Beschwerden geeignet, sie wird in der Praxis aber bspw. zur Bestimmung von Allergien und Stressfaktoren bei Neurodermitis-Patienten eingesetzt.

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