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| Datum: 20.05.09 | 15:11 Uhr
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Ernährung in der Stillzeit
Es gibt einige wenige „Glückspilze“ unter den Neurodermitikern, die bereits beim Weglassen der all hin bekannten Hauptallergene wie Milch, Zucker, Nüsse und Weizen Symptomfreiheit erreichen können.
Bei den meisten jedoch ist die Sache komplizierter, denn die Nahrungsmittelallergien sind nur ein Teil der Krankheit. Allerdings kann man mit dedektivischer Kleinarbeit doch in vielen Fällen Erleichterung oder eben die Symptome zum verschwinden bringen.
Ist Neurodermitis bereits in der Familie aufgetreten, ist es sinnvoll bereits in der Schwangerschaft die Ernährung schon erst einmal „bio“ zu gestalten, d.h. die Lebensmittel aus biologischem Anbau zu bevorzugen und möglichst viel Frischkost zu sich zu nehmen.
Bei stillenden Müttern deren Babys von Neurodermitis betroffen sind, fällt diese Nahrungs-mittelweglassdiät besonders schwer, da die Nahrungsmittel die die Mutter zu sich nimmt, erst nach 4-5 Stunden in die Muttermilch übergehen und dann noch die Verdauungszeit des Säuglings beachtet werden muss. Ein 14tägiger Weglassversuch von Milch und –produkten , Weizen, Soja, Fisch, Ei, Nüssen und die Reduktion von Zucker sind einen Versuch sicher wert, bei dem man sehen kann ob er Auswirkungen auf den Hautzustand des Babys hat . Der Weizen kann durch Dinkel oder andere Getreidesorten, wie Buchweizen, Quinoa, Hafer, Reis oder Hirse ersetzt werden und die Milch durch calciumangereicherten Reis- oder Haferdrink, der im Reformhaus oder Bioladen erhältlich ist. Als Alternative zu Zucker kommt Stevia, der leider in Deutschland noch nicht aber übers Internet erhältlich ist, in Frage. Auch der Verzehr von Schweinefleisch (und Wurstwaren) ist zu überdenken bzw. kann durch meist besser verträgliches Puten- oder Lammfleisch ersetzt werden. Strenge Weglassdiäten sind in der Stillzeit Mutter und Kind zuliebe nicht ratsam.
Wird ein Nahrungsmittel zum Versuch weggelassen sollte sich spätestens nach ca. 10 Tagen eine Besserung der Haut einstellen. Hilfreich kann ein Ernährungstagebuch sein, in dem die Mutter alle verzehrten Speisen mit Uhrzeit einträgt und auch den Hautzustand des Säuglings dazu. So kann besser verfolgt werden, wann und auch warum sich Besserung oder Verschlechterung der Haut einstellt.
Eine Alternative ist das Abstillen und der Einsatz von hypoallergener Säuglingsnahrung wie Pregomin oder Neocate auf Aminosäurebasis, diese sind glutenfrei , lactosefrei, milcheiweissfrei. Man kann somit eine Übertragung der Nahrungsmittel durch die Mutter ausschließen und gezielter beobachten, worauf der Säugling reagiert.


