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| Datum: 15.07.09 | 08:26 Uhr
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Industriezucker und gesündere Alternativen
Der übermäßige Genuss von Zucker kann beim Menschen zu einer Belastung des Magen-Darm-Traktes führen, indem er die Vermehrung von Bakterien und schädlichen Pilzen fördert. Die Folge dieser Entwicklung ist eine nachlassende Aufnahme von Nährstoffen durch die Magen- und Darmschleimhäute. Dadurch kann das Allgemeinwohlbefinden erheblich beeinträchtigt werden, bei Neurodermitis-Patienten ist aber vor allem eine Verschlechterung der Hautsituation möglich.
Über die Verträglichkeit der verschiedenen Zuckervarianten ist in jüngster Zeit viel diskutiert worden, besonders in Bezug auf den sog. Industriezucker, der mit Abstand die breiteste Anwendung findet. Der raffinierte Industriezucker enthält zwar zu 99,9 % Saccharose, gesundheitlich bedenklich sind u. U. jedoch die Inhaltsstoffe, die während des Bleichvorganges zugesetzt wurden und auch im Endprodukt – wenn auch in äußerst geringen Konzentrationen – noch vorhanden sind. Deshalb steht dieser Zucker zunehmend unter Verdacht, eine giftige Wirkung auf den Organismus des Menschen auszuüben. Allerdings ist es unter medizinischen Gesichtspunkten nicht korrekt, Industriezucker generell als Gift zu bezeichnen.
Zu viel Zucker ist eindeutig schädlich, er steht z. B. in engem Zusammenhang mit der Entstehung von Karies und kann das Risiko erhöhen, an Diabetis zu erkranken (ist allerdings nicht der alleinige Auslöser). Aufgrund des extrem hohen Saccharose-Gehaltes beim raffinierten Industriezucker und seines massenhaften Vorkommens in unzähligen Lebensmitteln hat dieser „Haushaltszucker“ logischerweise ein besonders großes Schädigungspotential.
Als mögliche Altenativen gelten:
Rohrohrzucker
Hierbei handelt es sich um ein teilweise raffiniertes Zwischenprodukt bei der Herstellung von Industriezucker. Der Saccharosegehalt ist niedriger und bei einigen Bio-Varianten sind geringe Spuren von Vitaminen und Mineralien enthalten. Der Hauptargument für die Verwendung von Rohrohrzucker ist die allgemein bessere Verträglichkeit.
Hinweis: Industriezucker kann sowohl aus Zuckerrohr als auch aus Zuckerrüben hergestellt werden. Das Endergebnis ist dasselbe; in Europa wird entsprechend der klimatischen Bedingungen allerdings überwiegend die Zuckerrübe als Ausgangsstoff verwendet.
Vollrohrzucker
Dieser Zucker ist unraffiniert und enthält wertvolle Mineralien wie Calcium, Eisen, Magnesium und einige B-Vitamine. Charakteristisch ist vor allem sein karamellartiger Geschmack, wodurch seine Verwendungsmöglichkeiten allerdings etwas begrenzt werden.
Gerstenmalzsirup
Die Stärke der Gerste wird durch Enzyme aufgespalten und in eine wasserlösliche Form gebracht. Somit enthält das Produkt ein Polysaccharid, also einen Vielfachzucker, der einen weniger starken Süßungseffekt als Saccharose besitzt. Es gibt auch ähnliche Varianten wie etwa Mais-, Reis- oder Topinamur-Sirup. Diese Erzeugnisgruppe ist sicherlich interessant für Personen, die z. B. auf die extrem süßen Marmeladen aus dem Supermarkt verzichten möchten und daher einen alternativen Brotaufstrich in Erwägung ziehen. Natürlich ist der Sirup auch anderweitig verwendbar.
Agavendicksaft
Bei der Herstellung dieses Produktes wird der Stamm der Pflanze zerkleinert, das extrahierte Mus gepresst und anschließend der Saft gefiltert und eingedickt. Als Resultat dieses Vorgangs enthält Agavendicksaft noch relativ viel Fructose (Fruchtzucker) und ist als Süßungsmittel somit eher eine Option für Diabetiker als für Neurodermitis-Patienten, zumal die Verträglichkeit im Einzelfall variieren kann.
Honig
Hochwertiger Honig enthält viele für den Menschen bedeutsame Begleitstoffe, darunter wertvolle Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren. Somit stellt er eine gesunde Alternative zum Industriezucker dar. Allerdings sind die meisten Honigsorten aus dem Supermarkt derart stark behandelt, dass von den genannten Stoffen kaum mehr als Spuren vorhanden sein dürften.



2 Kommentare
Guten Tag,
Zucker ist in jeder Form nachteilig für den Menschen.
Dr. Max Otto Bruker: ->
In seinem Buch erklärt er u.a. die verschiedenen Arten von Kohlenhydraten und Zuckern und zeigt auf, warum jeder Zucker schädlich ist, wenn er aus seiner pflanzlichen Umgebung isoliert wurde (was alle Zucker, Rohrzucker und „Ersatzzucker” wurden), und dass der einzige Grund, warum Rohrzucker braun ist, der ist, dass er nicht so weit gereinigt wurde, was aber am Null-Gehalt von Mineralstoffen und Vitaminen wenig ändere.
Ebenso entlarvt Dr. Bruker den Begriff „Rohrzucker” als die lediglich deutsche, chemische Bezeichnung und nicht als Name, der die Herkunft angibt, Rohrzucker kann also auch aus Rüben gewonnen worden sein! Er bezeichnet „braunen Zucker” sogar als noch gefährlicher, da er beim Verbraucher die falsche Illusion erwecke, der Gesundheit förderlich zu sein. Also Finger weg von Milchzucker, Fruchtzucker, auch von „Diabetikerzucker”, von Malzzucker, von „Roh-Rohrzucker”, von Melasse, von eingedickten Fruchtsäften, Ahornsirup – von den chemischen Ersatzverführern ganz zu schweigen! Als am wenigsten schädlich bezeichnet Dr. Bruker Honig (in verdünnter Form zum gelegentlichen Süßen) sowie die sog. “Ursüße”.
Er hat einige Bücher verfasst, die es sich zu lesen lohnt. Auch über Neurodermitis. Ich litt Jahrelang unter Abszessen und Neurodermitis. Seit meiner Ernährungsumstellung geht es mir Super.
Liebe Grüße
Was den Honig betrifft, steht im oben beschriebenen Abschnitt eine ganz klare Falschaussage! “…sind die meisten Honigsorten aus dem Supermarkt derart stark behandelt, dass von den genannten Stoffen kaum mehr als Spuren vorhanden sein dürften.”
Honig unterliegt in Deutschland den Auflagen der sog. Honigverordnung, die besagt, dass dem Honig auf dem deutschen Markt weder Stoffe hinzugefügt, noch entzogen werden dürfen. Deshalb enthält grundsätzlich JEDER Honig, auch die Discount-Marken, noch alle sekundären Pflanzen- und Mineralstoffe!
Honig darf demnach NICHT behalndelt werden. Honig ist und bleibt deshalb ein REINES NATURPRODUKT!
Schade, dass hier solche Unwahrheiten veröffentlicht werden!