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| Datum: 16.07.09 | 15:25 Uhr

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Probiotika für den Darm

Probiotika sind Lebensmittel bzw. Präparate (Tropfen o. ä.), die bei regelmäßiger oraler Einnahme der Gesundheit des Anwenders förderlich sein sollen. Bekanntheit erlangt hat der Begriff „probiotisch“ vor allem durch TV-Werbekampagnen von Herstellern einschlägiger Joghurt-Drinks oder ähnlicher Produkte.

Ein Probiotikum enthält zumeist Mikroorganismen (bspw. Milchsäurebakterien), die im Dünn- oder Dickdarm zu einer Verdrängung „unerwünschter“ Keime und zur Besiedlung mit der Verdauung und Nährstoffadsorption zuträglicher Bakterien führen sollen. Bei den eingangs erwähnten Joghurt-Drinks ist diese Wirkung aber aller Wahrscheinlichkeit nach als sehr gering zu betrachten und im Rahmen einer Neurodermits-Behandlung i. d. R. nicht ausreichend.

Allerdings existieren Berichte, nach denen der„Brottrunk“ der Fa. Kanne mit seinen enthaltenen Brotsäurebakterien bei Darmproblemen sehr gut helfen sollen. Der saure Geschmack des Brottrunks wird jedoch von vielen als außerordentlich unangenehm beschrieben.

Abseits von probiotischen Lebensmitteln kann dieses Wirkungsprinzip in intensivierter Form aber auch zur therapeutischen Behandlung von Krankheiten wie Neurodermitis eingesetzt werden. Bei Pilz- oder Bakterienbefall im Darm ist die Nährstoffaufnahme durch die Darmschleimhaut eingeschränkt, was bei vielen Patienten zu einer Verschlechterung des Hautbildes und einer höheren Anfälligkeit für Hautinfektionen führen kann. Um dem entgegenzuwirken, kann eine Vielzahl von Produkten zur Anwedung gebracht werden, von denen an dieser Stelle einige kurz vorgestellt werden sollen.

Symbioflor

Bei diesem Probiotikum (hergestellt von der Firma Symbiopharm) vollzieht sich die Therapie in mehreren Teilschritten, für die jeweils ein bestimmtes Mittel in Tropfenform verabreicht werden muss. Begonnen wird mit Pro-Symbioflor, das als Wirkstoffkombination Bakterien der Arten Escherichia coli und Enterococcus faecalis enthält. Nach einigen Wochen kommt Symbiolflor 1 dazu (enthält einen höhreren Anteil an Enterococcus faecalis). Wiederum einige Wochen später folgt Symbioflor 2, dafür wird allerdings das Pro-Symbioflor abgesetzt. Die Dauer der einzelnen Teilschritte und damit auch der gesamten Darmsanierung ist von Patient zu Patient unterschiedlich und sollte mit dem Arzt (oder mit den Mitarbeitern von Symbiopharm) genau besprochen werden. Am Ende der Therapie sollte die Darmsanierung weitgehend abgeschlossen und eine Verbesserung des Hautbildes eingetreten sein.

Das Unternehmen bietet noch ein ähnliches Produkt namens Symbiolact an, deren Wirkungsprinzip allerdings auf Milchsäurebakterien basiert.

Paidoflor

Hierbei handelt es sich um eine Kautablette,die ebenfalls Milchsäurebakterien (Lactobacillus acidophilus) enthält. Ihr wird eine gute Verträglichkeit nachgesagt, daher kann sie auch über längere Zeit relativ bedenkenlos eingenommen werden.

Mutaflor

Dieses Präparat gilt als besonders wirksam; es enthält Bakterien der Art E. Coli und wirkt zusätzlich entzündungshemmend im Darm. Mutaflor ist in Form von Kapseln oder auch flüssig als Suspension erhältlich.

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