Cyclosporin A
Der Wirkstoff Cyclosporin A, auch als Ciclosporin bezeichnet, wird vorwiegend dann eingesetzt, wenn es sich um eine besonders schwere, chronisch verlaufende Form von Neurodermitis handelt, bei der alle anderen Therapieansätze bereits gescheitert sind.
Es handelt sich bei Cyclosporin A um ein Immunsuppressivum, also um einen Stoff, der Immunreaktionen des Körpers unterdrückt. Der Signalweg in den körpereigenen Abwehrzellen wird unterbrochen und somit die Freisetzung entzündungsverstärkender Botenstoffe verhindert.
Die Substanz wird aus norwegischen Schlauchpilzen isoliert, die 1969 vom Schweizer Pharma-Unternehmens Sandoz erstmalig auf ihre medizinischen Effekte hin untersucht wurden. Ursprünglich hatte man sich eine antibiotische Wirkung erhofft, stieß aber bald auf die immunsunsuppressive Eigenschaft und forschte in diese Richtung weiter
Statistisch gesehen sprechen nur 7 % der behandelten Patienten NICHT auf eine Therapie mit Cyclosporin A an, problematisch sind aber die schweren Nebenwirkungen, vor allem steigender Blutdruck und Schädigungen der Nieren sind ernstzunehmende Gefahren. Deshalb müssen die Blutwerte des Patienten während der Behandlung engmaschig überwacht werden.
Ähnlich wie bei Kortison besteht auch bei Cyclosporin A die Gefahr, dass es zum Auftreten eines neuen Schubs kommt, nachdem das Medikament (z. B. Sandimmun oder Ciclora) abgesetzt wurde. Außerdem sollte während der Behandlung von einer Lichttherapie Abstand genommen werden, um der in Studien festgestellten erhöhten Gefahr der Entstehung von Hautkrebs entgegenzuwirken.


