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| Datum: 15.07.09 | 08:24 Uhr

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Kaliumpermanganat

Bei einer Neurodermitis-Erkrankung besteht generell eine erhöhte Infektionsgefahr durch Bakterien oder Viren. Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Einerseits besteht oft eine Überforderung des Immunsystems infolge allergischer Reaktionen und andererseits haben es Krankheitserreger durch die Beeinträchtigung der hauteigenen Schutzfunktion leichter, in den Körper einzudringen oder zumindest die Hautoberfläche zu besiedeln. Bei akut entzündeten, offenen Hautarealen ist diese Schutzfunktion besonders gestört.

Da für Neurodermitiker die äußerliche Anwendung eines Antibiotikums in Form von Cremes keine dauerhafte Lösung ist (auch hierbei können Resistenzen entstehen), besteht häufig der Wunsch nach einer Alternative, die sich auch für eine längerfristige Behandlung eignet.

Zu diesem Zweck kann Kaliumpermanganat in gelöster Form verwendet werden. Wegen seiner stark oxidierenden Wirkung hilft es sehr gut gegen bakterielle Hautinfektionen, aber z. B. auch gegen Fußpilz.

Anwendung:

Die einprozentige Lösung wird dem Badewasser hinzugegeben, bis sich dieses schwach rosa bzw. violett färbt. Meist genügen dafür einige Tropfen. Anschließend legt sich der Betroffene für ca. 20 Minuten in die Wanne. Sollte die Haut danach trocken sein oder jucken, ist umgehendes Eincremen empfehlenswert.

Ist die Neurodermitis nur an bestimmten Körperstellen, z. B. an den Händen, besonders ausgeprägt, so können Bäder oder Umschläge mit Kaliumpermanganatlösung auch lokal angewendet werden, ggf. in etwas stärkerer Konzentration (intensivere Violettfärbung).

In akuten Fällen kann die Behandlung täglich durchgeführt werden, ansonsten gelten zwei Bäder pro Woche als empfehlenswert.

Hinweis: Kaliumpermanganatlösung kann bei direktem Kontakt oder höherer Dosierung die betreffenden Hautstellen bräunlich verfärben. Ein Abwaschen der Verfärbung ist nicht möglich, allerdings verschwindet der genannte Effekt mit der Zeit von selbst, so dass kein Grund zur Besorgnis besteht. Bei Textilien oder Handtüchern sind die Verfärbungen allerdings permanent, auch die Innenflächen der Wanne müssen u. U. nach der Anwendung gereinigt werden

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