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| Datum: 23.12.09 | 11:37 Uhr
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Die verschiedenen Formen der Schuppenflechte
Zunächst einmal muss bei der Psoriasis (Schuppenflechte) zwischen zwei unterschiedlichen Grundtypen unterschieden werden. Typ I, von dem etwa zwei Drittel aller Erkrankten betroffen sind, tritt erstmals in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter auf. Es besteht eine erblich bedingte Krankheitsneigung, die mit einem Defekt im HLA-System (dem Zentrum der menschlichen Immunabwehr) zusammenhängt. Meist treten über das Jahr verteilt mehrere Schübe auf, dabei kann es auch zu einem großflächigen Befall der Haut kommen.
Im Gegensatz dazu spielen beim Typ II erbliche Faktoren eher eine untergeordnete Rolle, stattdessen gelten äußere Faktoren (Infektionskrankheiten, physikalische oder chemische Einflüsse u. ä.) als Hauptauslöser. Das Eintrittsalter liegt mit etwa 40 Jahren deutlich höher als bei Typ I.
Die einzelnen Varianten der Psoriasis unterscheiden sich hinsichtlich Dauer, Schwere und Form bzw. Aussehen der Schuppen teils deutlich. Auch die Lokalisation, also welche Körperstellen betroffen sind, ist von der Erscheinungsform abhängig.
Psoriasis vulgaris (gewöhnliche Schuppenflechte)
Die mit Abstand am häufigsten auftretende Form der Psoriasis. Der Anteil der an dieser Variante erkrankten Schuppenflechte-Patienten liegt bei ca. 95 Prozent.
Tritt die Krankheit erstmalig in Erscheinung oder kommt es zu einem Schub, so treten – häufig über weite Teile des Körpers verteilt – kleine rote Flecken bzw. Knötchen auf.
Im weiteren Verlauf können z. B. am Ellbogen oder auf dem Kopf plattenähnliche Schuppengebilde entstehen, die sog. „Plaques“.
Psoriasis arthropathica (Schuppenflechte mit Befall der Gelenke)
Diese Psoriasis-Variante ist neben dem Befall der Haut durch Entzündungen an diversen Gelenken (Finger, Zehen, Knie, Wirbelsäule) gekennzeichnet, die meist mit Schmerzen einhergehen. Der Zusammenhang zwischen der Erkrankung der Haut und den Gelenkentzündungen ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Psoriasis pustulosa (Pustulöse Schuppenflechte)
Statistisch gesehen sind Frauen von der pustolösen Schuppenflechte häufiger betroffen als Männer.
Es kommt zur Bildung von Bläschen und Pusteln, in der darin enthalten Flüssigkeit befinden sich jedoch keine Krankheitserreger, sodass eine Ansteckungsgefahr ausgeschlossen werden kann.
Je nach Ausprägung sind entweder die Handinnenflächen und Fußsohlen oder der ganze Körper betroffen.
Psoriatische Erythrodermie (Psoriatische Rothäutigkeit)
Bei dieser recht seltenen Form der Schuppenflechte ist die gesamt Haut des Patienten gerötet und verdickt, insbesondere in der Nähe der Gelenke kann es daher zu schmerzhaften Rissen kommen. Ursachen können u. a. eine übermäßige Bestrahlung mit UV-Licht oder eine unsachgemäße äußerliche Behandlung sein. Oft wird die Erythrodermie von Fieber und einer Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens begleitet.
Daneben existieren natürlich noch zahlreiche weitere Varianten, z. B. die Nagelpsoriasis.





7 Kommentare
ich habe Psoriasis pustulosa (Pustulöse Schuppenflechte).
Was kann man dagegen tun?
Kein Arzt kann mir weiterhelfen….
Hallo Caro,
die pustulöse Schuppenflechte ist leider recht schwierig zu behandeln. Generell scheint es so zu sein, dass meist sehr “starke” Medikamente nötig sind, um ein positives Behandlungsergebnis zu erzielen.
Welche Stellen sind denn betroffen und welche Therapien/Medikamente hast du schon probiert?
Ich leide auch an Pustulöse Schuppenflechte. Letztes Jahr hat es meine Hautärztin festgestellt nachdem ein andere Arzt meinte es wäre Fußpilz. Meine Handinnenflächen und der weichere Teil unter dem Fuß. Bis jetzt habe ich nur Salbe (Betadermic) bekommen aber an den Füßen breitet sich das immer mehr aus. Schlimm wird es wenn die Eiterpusten zu groß werden das ich kaum noch laufen kann.An manchen Tagen könnte ich nur noch heulen. Früher bin ich gerne schwimmen gegangen aber seit dem das angefangen hat trau ich mich nicht mehr.
Hallo Angelika,
lass den Kopf nicht hängen! Wenn du den Eindruck hast, dass eine rein äußerliche Behandlung keinen Erfolg bringt und du deshalb in deinem Alltag zu stark eingeschränkt bist, dann solltest du u. U. einen weiteren Arzt konsultieren. Von diesem könntest du dich dann zu Behandlungsansätzen beraten lassen, die dir vielleicht mehr helfen als nur die Betadermic-Salbe.
Hallo,
ich denke ich habe diese Plaques- Form, mal trocken und wenn´s schlimm wird nässen sie und jucken wie verückt-
hab schon viel ausprobiert von Schwefel-shampoo, Duschgel, bis comfrey-produkte und nichts hilft – im Gegenteil. Wenn ich eine Stelle behandel “platzen” fünf weiter drum herum auf.
Was kann ich tun??
Hallo Gitte,
du solltest natürlich zunächst einen erfahrenen Dermatologen aufsuchen, der mit dir gemeinsam eine geeignete Therapieform auswählt. Es reicht leider meist nicht aus, die Haut von außen mit Salben oder Bädern zu behandeln. Unter Umständen lässt sich eine Behandlung mit Medikamenten (von innen) nicht vermeiden.
Hallo,
ich habe auch Psoriasis pustulosa. Ich habe von meinem 1 Hautarzt, erst eine Kortisoncreme bekommen(die sollte ich dann 4 Wochen anwenden), in der zeit wurde es zwar nich schlimmer,ging aber auch nicht weg, das einzige was einigermaßen gestillt war, war der Juckreiz.
Nach den 4 Wochen bekam ich auch die Betadermic-Salbe,half aber auch nur gegen den Juckreiz, die Schuppenflechte breitete sich sichtbar immer weiter aus. Nach den 4 Wochen bakam ich dann wieder eine neue Salbe Amciderm, die überhaupt nichts brachte, eher alles verschlechterte,sie sorgte sogar für sehr schmerzhafte Risse der Haut, das ich sie nach 2 Wochen von alleine abgesetzt hatte.
Nachdem ich zusehen konnte wie die Flechten wuchsen und an immer mehr stellen neue dazu kamen, wechselte ich den Hautarzt.
Eigentlich hätte ich das schon viel früher machen müssen,denn in den 4 Monaten haben sich damals 2 Stellen 1 Cent Stück groß zu einer Handflächen größe ausgebreitet und weitere stellen sind dazu gekommen.
Von dem neuen Hautarzt bekam ich 2 Salben, eine für morgens ClobeGalen und Psorcutan für Abends.
Ich nehme die Salben jetzt 5 Wochen und 1 Stelle ist komplett weg und die anderen heilen langsam.
Mein Arzt sagte mir auch, das man eine Verbesserung der Haut mit einer bestimmten Creme erst nach 4-6 Wochen wirklich erkennen kann.
Was ich auch sehr stark bemerke,dass die Sonnenstrahlen oder das Solarium der Haut gut tut, sobald ich kann, halte ich meine Füße in die Sonne und man kann am nächsten tag eine Verbesserung der hsut feststellen.
Ich bekomme ab nächste Woche auch UV Bestrahlung direkt von Hautarzt.