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| Datum: 05.01.10 | 11:17 Uhr

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Ursachen der Schuppenflechte

Ob es sich bei Schuppenflechte nun um eine Hautkrankheit oder aber um eine Autoimmunerkrankung handelt, deren Symptome lediglich auf der Haut sichtbar werden, darüber sind sich Biologen und Mediziner noch immer uneinig. Dass das Immunsystem bei Psoriasis eine große Rolle spielt, weiß man zwar inzwischen, ob sie nun aber als klassische Autoimmunerkrankung bezeichnet werden kann, ist nicht abschließend geklärt. Damit dies geschen kann, sind weitere wissenschaftliche Erkenntnisse nötig, vor allem im Hinblick das Verständnis komplexerer Vorgänge im Immunsystem des Körpers.

Im Klaren ist man sich allerdings über die Bedeutung des HLA-Systems (Humane Leukozytantigene). Dieses liegt auf dem Chromosom 6 und bildet einen zentralen Punkt des Immunsystems, da an dieser Stelle die T-Lymphozyten aktiviert werden und dadurch eine entsprechende Abwehrreaktion hervorgerufen wird.

Bei der Psoriasis sind mehrere Gene ursächlich beteiligt, insbesondere gilt eine Konstellation der C-Gene auf besagtem Chromosom 6 als Risikofaktor; es gibt aber auch Patienten, die diese genetische Veranlagung nicht besitzen und trotzdem unter Schuppenflechte leiden.

Damit die Psoriasis ausbricht bzw. ein Krankheitsschub auftritt, müssen neben der genetischen Veranlagung meist noch weitere Faktoren hinzukommen.

Diese können u. a. sein:

- Hautentzündungen bzw. -infektionen, hervorgerufen durch Bakterien, Viren oder Pilze

- hormonelle Umstellungen (Pubertät, Schwangerschaft)

- Störungen des Stoffwechselsystems (z. B. Diabetes mellitus)

- allergische Reaktionen

- Viruserkrankungen wie Grippe, Masern, Windpocken, Röteln

- Überempfindlichkeit auf bestimmte Medikamente (Lithium, Beta-Blocker, Malariamittel)

- Stress, psychische Belastungen

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