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| Datum: 05.04.11 | 09:21 Uhr

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Hyposensibilisierung kann bei Neurodermitis helfen

Laut Aussage des Direktors der Klinik für Dermatologie und Allergololgie an der TU München, Prof. Johannes Ring, ist die in der Therapie von Allergien übliche Hyposensibilisierung möglicherweise auch bei Patienten mit Neurodermitis effektiv.

Das Prinzip einer Hyposensibilisierung besteht im Wesentlichen darin, dass der Körper über eine längere Zeit hinweg (meist mehrere Jahre) an den Stoff, welcher für das Auftreten der Allergie verantwortlich ist, gewöhnt wird. Aktuelle Forschungsergebnisse in der Molekulargenetik besagen, dass eine Beeinträchtigung in der Barrierefunktion der Haut in Zusammenhang mit einer abweichenden Immunreaktion zum Ausbruch von Neurodermitis führen kann. Daher ist auch eine Besserung des Hautzustandes bzw. eine Abmilderung des allgemeinen Krankheitsverlaufs in Folge einer Hyposensibilisierung möglich.

Diese Erkenntnis kam letzte Woche auf der Tagung der Dermatologischen Gesellschaft (DDG) zur Sprache, bei dem sich über 3.000 Hautärzte im Dresdner Kongresszentrum über neueste Entwicklungen in der Behandlung von Hautkrankheiten austauschten. Der Kongress gilt als bedeutendstes Treffen seiner Art im deutschsprachigen Raum.

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| Datum: 30.09.09 | 10:33 Uhr

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Impfungen

neurodermitis_impfung

Prinzipiell können Kinder mit Neurodermitis entsprechend der selben allgemein verbreiteten Empfehlungen geimpft werden wie „normale“ Kinder. Es ist dabei jedoch von großer Wichtigkeit, dass sich die Haut in einem stabilen Zustand befindet. Unwesentlich ist dagegen, ob in der Zeit vor oder nach der Impfung topische Steroide zur Anwendung kommen, es sei denn, es handelt sich um die längerfistige Einnahme hochdosierter Kortisonpräparate.

Bei der Betrachtung möglicher Gefahren infolge des Bestehens von Allergien muss zwischen einer Allergie auf bestimmte Impfstoffbestandteile und der möglichen Immunreaktion auf sog. „kreuzreagierende Antigene“ (Hühnereiweiß, speziell Ovalbumin) differenziert werden.

Allergien gegen Impfstoffbestandteile wie Hilfs- und Konservierungsstoffe sind sehr selten. Sollte aber bereits im Vorfeld ein derartiger Verdacht bestehen, so kann ein Prick- oder Intrakutantest genauere Informationen liefern. Relevant wären dabei u. a. die Stoffe Formaldehyd, Neomycin, Thiomersal und Humanalbumin.

Der größere Risikofaktor ist dagegen eine evtl. auftretende allergische Reaktion auf Hühnereiweißbestandteile. Diese sind in höherer Konzentration aber lediglich im Gelbfieberimpfstoff enthalten, so dass bei einer bestehenden Hühnereiweißallergie auf eine solche Impfung verzichtet werden sollte. Bei allen anderen Impfungen ist es ausreichend, vor der Behandlung mit dem behandlenden Arzt zu sprechen und ggf. einen Allergietest durchzuführen.

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