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| Datum: 07.10.10 | 14:54 Uhr

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Ergebnisse des 5. Deutschen Allergiekongresses

Auch die aktuelle Expertenschätzung anlässlich des 5. Allergiekongresses in Hannover zeigt wieder, dass sich Allergien in Deutschland auf dem Vormarsch befinden. Ungefähr 20 bis 30 Millionen Bürger seien betroffen, davon 15 Prozent Kinder und Jugendliche, so die Schätzung der Kongressteilnehmer.

Die Allergologen fordern daher u. a. eine Verbesserung der Versorgungsstrukturen und höhere Investitionen in allergologische Forschung. Ein wichtiger Punkt war auch die Betrachtung von Arzneimitteln als Ursache anaphylaktischer und blasenbildender Reaktionen. Dabei habe die Diagnostik der jeweiligen Arzneimittelallergie und die Festellung des auslösenden Medikaments Priorität. Ein gutes Beispiel für diesen Sachverhalt ist das in der Krebstherapie Anwendung findende Mittel Cetuximab, das zu verzögert auftretenden Fleischunverträglichkeiten führen kann.

Ein weiterer Diskussionspunkt betraf das Thema Neurodermitis direkt: die Entdeckung zweier Schlüssemoleküle, die für die Kommunikation der Entzündungszellen mit dem umgebenden Hautgewebe von Bedeutung sind. Diese Moleküle (insbesondere Interleukin-31, das Entzündung und Juckreiz fördert) könnten als potentielle Angriffsziele für neue therapeutische Maßnahmen dienen.

Wie groß angelegte Studien ergeben haben, ist es für die Verhinderung einer Neurodermitis-Erkrankung durchaus sinnvoll, einem Kleinkind ab dem fünften Monat bewusst verschiedene Nahrungsmittel zuzuführen, da dies zu einem niedrigeren Risiko einer Allergienentstehung führen soll. Ein konkreter Zusammenhang konnte zwischen dem Zufüttern von Fisch während dieser Phase und einem deutlich geringeren Auftreten von Ekzemen im fortgeschrittenen Kindesalter festgestellt werden.

Leider hat sich mittlerweile auch gezeigt, dass eine komplette Abheilung der Neurodermitis seltener vorkommt als bisher angenommen. Aus diesem Grund sei eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Dermatologen, Allergologen, Psychologen und Ernährungsberatern notwendig, um die Lebensqualität – gerade auch von erwachsenen Patienten – effektiv steigern zu können.

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| Datum: 20.04.10 | 13:53 Uhr

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Negative Auswirkungen von Autoabgasen

Mittlerweile sind sich viele Mediziner darüber einig, dass Autoabgase bzw. die mit dem Autoverkehr einhergehende Feinstaubbelastung für die statistisch nachweisbare Zunahme von Allergien in der Bevölkerung mitverantwortlich sind. Das gilt besonders im Hinblick auf die drei atopischen Krankheitsbilder Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma. Laut einer aktuellen, deutschlandweit durchgeführten Studie (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts in Berlin litten rund 23 Prozent der in der Studie erfassten Kinder an mindestens einem der drei atopischen Krankheitsbilder.

Da sich die genetischen Faktoren, die für das Auftreten von Allergien usw. natürlich auch eine wichtige Rolle spielen, in den letzten Jahren nicht sprunghaft verändert haben können, lässt sich die erhöhte Zahl der Betroffenen eigentlich nur auf Veränderungen bei den Umweltbedingungen, bei der Ernährung und im Lebenswandel der Menschen zurückführen. In der Luft enthaltene Schadstoffe können ebenfalls das erstmalige oder wiederkehrende Auftreten von Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma „triggern“.

Einer Studie des Helmholtz-Zentrums München zufolge nimmt die Anfälligkeit für die genannten Krankheitsbilder zu, je näher der Wohnort eines potentiellen Patienten an einer stark befahrenen Verkehrsstraße liegt. Das vermehrte Auftreten von Ekzemen ist dabei auf eine erhöhte Stickoxid-Konzentration in der Luft zurückzuführen, während eine Feinstaub-Belastung (wie sie in der Nähe von Hauptstraßen häufig messbar ist) Erkrankungen der Atemwege u. ä. zur Folge haben kann.

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