Elidel Creme
Die Elidel Creme von Novartis hat mittlerweile einen recht hohen Bekanntheitsgrad erreicht, allerdings werden ihr leider nicht nur positive Eigenschaften zugesprochen, weshalb ich kurz meine Erfahrungen zu diesem Thema weitergeben möchte.
Zunächst zum Wirkungsprinzip von Elidel Creme: Bei Neurodermitikern produzieren die in der Haut befindlichen T-Zellen ohne wirklichen Auslöser Botenstoffe, der zu Entzündungen in der Haut führt. Der in der Creme enthaltene Wirkstoff Pimecrolimus verhindert aber die Ausschüttung dieser Botenstoffe und gleicht damit die Störung des Immunsystems wieder aus. Soweit zur Theorie.
Ich habe Elidel Creme vor einigen Jahren im Gesichts- und Halsbereich angewendet. Meine ND war zu dieser Zeit bereits etwas besser geworden und ich sollte von daher auf eine weiterführende Behandlung mit kortisonhaltigen Salben zumindest im genannten Hautareal verzichten. Stattdessen trug ich eben von da an Elidel auf und konnte damit insgesamt gesehen die ND auch gut unter Kontrolle halten. Was mir jedoch auffiel, war, dass bei einem stärkeren Schub kaum eine Wirkung vorhanden war.
Mich haben zudem zwei Sachen von Anfang an irritiert:
1. Die Creme darf nicht in Augennähe aufgetragen werden. Trotzdem wurde sie mir zur Anwendung im Gesicht verschrieben. Das macht meiner Meinung nach nur begrenzt Sinn.
2. Längere Aufenthalte in der Sonne sollen vermieden werden. Wie man das z. B. im Hochsommer praktisch anstellt, wurde mir jedoch nicht mit auf den Weg gegeben.
Elidel ist stark in Verruf geraten, als publik wurde, dass während der Anwendung Fälle von Hautkrebs aufgetreten sind, die eventuell auf das Zusammenspiel des Wirkstoffes mit Sonneneinstrahlung zurückzuführen sein könnten. Vollständig bewiesen ist dieser Zusammenhang bis heute nicht, was die Sache aber wohl kaum weniger beunruhigend erscheinen lässt.
Ich habe nach etwa einem Jahr mit Elidel habe ich an der Uni-Klinik Dresden an einer placebo-kontrollierten Studie teilgenommen, bei der es insbesondere darum ging, ob Elidel Creme eine Verdünnung der Haut bewirkt (ähnlich wie einige kortisonhaltige Präparate). Als Ergebnis konnte eine solche Verdünnung nicht nachgewiesen werden, trotzdem empfahl man mit, die Creme abzusetzen, da über die Langzeiteffekte einer Anwendung zu wenig bekannt wäre. Dieser Empfehlung bin ich dann auch nachgekommen.
Seitdem benutze ich fürs Gesicht handelsübliche Pflege-Cremes, wie man sie in jeder Drogerie kaufen kann. Eine Verschlechterung hat sich seitdem nicht eingestellt.
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