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| Datum: 08.02.11 | 16:12 Uhr

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Heilung unerwünscht: WDR muss Kündigung von Klaus Martens zurücknehmen

Die vom WDR gegenüber Klaus Martens, dem verantwortlichen Redakteur des Films „Heilung unerwünscht“, ausgesprochene fristlose Kündigung vom 19. Mai 2010 wurde vom Arbeitsgericht Köln für unwirksam erklärt. Grund für die Kündigung war die Tatsache, dass Martens mit seinem Film offenbar PR in eigener Sache gemacht und somit allgemeine journalistische Prinzipien verletzt hat. Dabei spielte vor allem die fast zeitgleiche und nicht mit der Leitung des Westdeutschen Rundfunks abgestimmte Veröffentlichung seines Buches „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“ eine große Rolle.

Diese Begründung reiche jedoch für eine fristlose Kündigung nicht aus, so das Gericht. Dementsprechend wurde das Arbeitsverhältnis zwischen Redakteur und Sender nie ordnungsgemäß beendet und der WDR muss in der Folge eine Gehaltsnachzahlung von ca. 40.000 € leisten. Eine tatsächliche Weiterbeschäftigung von Klaus Martens ist insbesondere aufgrund des Zerwürfnisses mit der Intendantin des Senders, Monika Piel, sehr unwahrscheinlich.

Leider konnte die damals unter dem Namen „Regividerm“ auf den Markt gebrachte und mittlerweile in „Mavena B12 Salbe“ umbenannte Salbe die hohen Erwartungen, welche einige an Neurodermitis bzw. Schuppenflechte leidende Patienten in diese gesetzt hatten, in den meisten Fällen nicht erfüllen.

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| Datum: 23.10.09 | 13:30 Uhr

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WDR-Doku „Heilung unerwünscht“ ruft heftige Reaktionen hervor

Mit der Dokumentation „Heilung unerwünscht“ hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine unangeahnte Welle von Reaktionen ausgelöst. Die Bandbreite reicht dabei von Dankesbekundungen über Desinteresse bis hin zu scharfer Kritik, die vor allem den Vorwurf der Schleichwerbung beinhaltet.

Problematisch sind zum einen die fehlende Stichhaltigkeit der im Film erwähnten Studien hinsichtlich der Anzahl der Probanden etc., zum anderen besteht die Möglichkeit, dass der Westdeutsche Rundfunk als Werbeplattform für ein bisher erfolgloses Produkt missbraucht wurde. Schwer zu sagen, ob dem tatsächlich so ist – letztendlich wird der Grad der Wirksamkeit darüber entscheiden, ob es sich bei den Entwicklern der Regividerm Salbe (die mit dem Schweizer Unternehmen Mavena nun doch einen Hersteller und Vertriebspartner gefunden haben) um Scharlatane oder um Opfer der Pharma-Lobby handelt.

Eine gegenüber der am Montag gezeigten Fassung um 15 Minuten längere Variante wird am heutigen Abend (23.10.) auf dem Sender Phoenix ausgestrahlt.

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