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| Datum: 12.11.09 | 13:20 Uhr

Regividerm-Erfinder Karsten Klingelhöller
In wenigen Tagen wird die umstrittene Regividerm Vitamin B12-Salbe voraussichtlich den Weg in den Handel finden. Informationen des Herstellers zufolge wurde die Salbe als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert. Damit seien die Bedingungen für eine Markteinführung erfüllt. Es handelt sich bei der Regividerm Vitamin B12-Salbe also bislang rein rechtlich betrachtet nicht um ein Arzneimittel. Dieser Sachverhalt ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, eine letzte Überprüfung durch die Bezirksregierung Düsseldorf steht noch aus. Sollte die Prüfung ergeben, dass das enthaltene Vitamin B12 einen pharmakologischen Wert habe, so ist eine nachträgliche Klassifizierung als Arzneimittel wahrscheinlich. In diesem Fall müsste der Hersteller die Salbe vom Markt nehmen und sich einem weitaus umfangreicheren Zulassungsverfahren unterziehen.
Das würde u. a. bedeuten, dass auch Langzeitstudien durchgeführt werden müssten, um z. B. die Frage zu klären, ob bei der Anwendung von Regividerm nicht doch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten können. Bisher hatte der Hersteller, die in Remscheid ansässige Regeneratio Pharma GmbH, lediglich „sporadische Hautreizungen“ als mögliche Nebenwirkung genannt. Die endgültige Entscheidungsgewalt über die Zulassung liegt beim Bundesinstitut für Arzneimittel.
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| Datum: 20.10.09 | 13:25 Uhr
Am gestrigen Abend wurde in der ARD eine Dokumentation ausgestrahlt, die am Beispiel einer äußerst wirkungsvollen und gleichzeitig preisgünstigen Salbe zur Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte aufzeigt, wie wenig Interesse die Pharma-Lobby an der Heilung von chronischen Krankheiten zeigt. Der Grund: Mit dem langanhaltenden Leid von Patienten lassen sich gigantische Profite erzielen, wie sie mit Präparaten, die dieses Leid beenden würden, niemals erreicht werden können.

Im Mittelpunkt der Doku steht eine Salbe namens „Regividerm“, die bereits Ender der 80er Jahre von zwei Studenten entwickelt wurde und lediglich aus einer Avocadoöl-Salbengrundlage und 0,07 % pulverförmigem Vitamin B12 (Cyanocobalamin) besteht. Dieser wurde in zwei klinischen Studien der Universitäten Bochum und Dortmund sowie einer weiteren Studie in den USA eine beachtliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Neurodermitis bescheinigt. Dennoch ist die rosafarbene „Wundersalbe“ bis heute nicht auf dem Markt – und das obwohl (oder gerade weil) der Verkaufspreis pro Dose bei nur ca. 29 Euro liegt.
Bei allen großen Pharmafirmen hat der Erfinder Karsten Klingelhöller sein Produkt vorgestellt, doch die Reaktionen waren stets ähnlich: Die Salbe passe nicht ins „Konzept“ des Unternehmens, so die Industrie-Vertreter. Teilweise wurden zwar Angebote zum Aufkauf des Patents unterbreitet, allerdings weder zum Zweck der späteren Produktion noch zu dessen Vermarktung. Wer nun wissen will, wie diese Vorgänge im Einzelnen abliefen und was aus dem Erfinder geworden ist, der sollte sich unbedingt die Dokumentation „Heilung unerwünscht“ auf YouTube anschauen.
Hier der Link:
Heilung unerwünscht
Außerdem wird die Sendung am 30. November 2009 um 22:00 Uhr im WDR wiederholt.