Was beim Absetzen von Kortison zu beachten ist

In den letzten Tagen konnte man auf diversen Portalen die von Frank Ahrens (Mitglied der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin) vertretene Meinung nachlesen, dass Eltern vor dem Absetzen eines Kortisonpräparats unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt halten sollten. Ansonsten könnten negative Folgeeffekte eintreten.
Die Problematik, die hinter dieser Aussage steht, ist das mögliche Provozieren erneuter Krankheitsschübe in Folge des Absetzens. Zwar sind die Kortisonpräparate, die heutzutage zur Anwendung kommen, wesentlich verträglicher als viele der beispielsweise in den 90er Jahren üblichen Mittel, trotzdem ist im Hinblick auf mögliche Reaktionen der Haut oder des gesamten Organismus noch immer Vorsicht geboten.
Viele Dermatologen empfehlen, eine abrupte Absetzung von Kortison zu vermeiden und raten stattdessen zu einem Verfahren, das häufig als „Ausschleichen“ bezeichnet wird. Im Falle der Anwendung einer Creme würde dies z. B. bedeuten, dass die Häufigkeit des Auftragens über einen Zeitraum von mehreren Tagen stetig verringert wird. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird heutzutage von den meisten Dermatologen empfohlen. Es ist also die Aufgabe des Kinderarztes, die Eltern bereits im Vorfeld der Behandlung umfangreich über die Anwendung von Kortison zu beraten Dies schließt selbstverständlich auch die Vorgehensweise beim Absetzen des Medikaments mit ein.
Neben der guten Pflege der Haut, die eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Behandlung der Neurodermitis darstellt, ist laut Ahrens vor allem die Vermeidung von potentiellen Auslösern neuer Schübe entscheidend. Häufig in diesem Zusammenhang genannte Ursachen sind Allergene, starkes Schwitzen, Stress, in Textilien enthaltene Reizstoffe oder übertriebene Hautreinigung.
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