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| Datum: 08.02.11 | 16:12 Uhr

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Heilung unerwünscht: WDR muss Kündigung von Klaus Martens zurücknehmen

Die vom WDR gegenüber Klaus Martens, dem verantwortlichen Redakteur des Films „Heilung unerwünscht“, ausgesprochene fristlose Kündigung vom 19. Mai 2010 wurde vom Arbeitsgericht Köln für unwirksam erklärt. Grund für die Kündigung war die Tatsache, dass Martens mit seinem Film offenbar PR in eigener Sache gemacht und somit allgemeine journalistische Prinzipien verletzt hat. Dabei spielte vor allem die fast zeitgleiche und nicht mit der Leitung des Westdeutschen Rundfunks abgestimmte Veröffentlichung seines Buches „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“ eine große Rolle.

Diese Begründung reiche jedoch für eine fristlose Kündigung nicht aus, so das Gericht. Dementsprechend wurde das Arbeitsverhältnis zwischen Redakteur und Sender nie ordnungsgemäß beendet und der WDR muss in der Folge eine Gehaltsnachzahlung von ca. 40.000 € leisten. Eine tatsächliche Weiterbeschäftigung von Klaus Martens ist insbesondere aufgrund des Zerwürfnisses mit der Intendantin des Senders, Monika Piel, sehr unwahrscheinlich.

Leider konnte die damals unter dem Namen „Regividerm“ auf den Markt gebrachte und mittlerweile in „Mavena B12 Salbe“ umbenannte Salbe die hohen Erwartungen, welche einige an Neurodermitis bzw. Schuppenflechte leidende Patienten in diese gesetzt hatten, in den meisten Fällen nicht erfüllen.

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| Datum: 17.05.10 | 13:16 Uhr

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„Heilung unerwünscht“: WDR entlässt verantwortlichen Redakteur

Der Autor des Films „Heilung unerwünscht: Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern“, der im Oktober 2009 ausgestrahlt wurde, hat gegenüber seinem Arbeitgeber offenbar einige falsche Angaben gemacht und außerdem gegen Programmgrundsätze des Senders verstoßen. In Folge dieser ihm unterstellten Fehltritte wurde der betroffene Redakteur mit sofortiger Wirkung vom Dienst freigestellt. Hauptgrund für die Entlassung scheint die nahezu gleichzeitige, nicht mit dem WDR abgesprochene Veröffentlichung eines Buches zum selben Thema zu sein, das zudem einen ähnlichen Titel trägt, nämlich „Heilung unerwünscht. Die dramatische Geschichte eines Medikaments“.

In den vergangenen Monaten wurde außerdem von verschiedenen Seiten wiederholt der Vorwurf der Schleichwerbung geäußert (mit Bezug auf die thematisierte Vitamin B12 Creme selbst), wodurch der WDR zunehmend in den Fokus der Kritik rückte und sich mit dem nun vorgenommenen Schritt vermutlich davon zu distanzieren versucht.

Zur Erinnerung: Der (scheinbare) Dokumentarfilm befasste sich mit einer Creme namens Regividerm, die bei Neurodermitis und Schuppenflechte ohne größere Nebenwirkungen zu einer Linderung der Symptome führen soll. Des Weiteren wurde behauptet, dass Pharmaunternehmen bewusst die Markteinführung der Creme blockieren würden; kurz nach der Erstausstrahlung der Sendung war Regividerm dann „überraschenderweise“ aber doch auf dem Weg zur Markteinführung.

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| Datum: 17.12.09 | 13:37 Uhr

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Regividerm Salbe bald unter anderem Namen erhältlich

Seit Ende November dürfen sowohl die Regeneratio Pharma GmbH als auch die Mavena Health AG die Bezeichnung „Regividerm“ nicht mehr im Zusammenhang mit der vor Kurzem auf den Markt gebrachten Vitamin B12 Salbe verwenden. Der Inhaber der Marke „Reviderm“, unter der eine Reihe von Kosmetikprodukten erhältlich sind, hat eine entsprechende einstweilige Verfügung beim Landgericht München erwirkt.

In den ersten beiden Dezembertagen erhielten fünf deutsche Großhändler, die mit der Auslieferung der Regividerm Salbe beauftragt waren, die schriftliche Aufforderung zur umgehenden Einstellung dieser Tätigkeit. Nach Herstellerangaben brach in Folge dessen der Vertrieb nahezu vollständig zusammen. Mittlerweile wurde eine Vereinbarung getroffen, die die Wiederaufnahme des Handels mit Regividerm ermöglicht. Bis Ende Dezember soll das Vertriebsnetz vollständig reaktiviert sein, in der Zwischenzeit müssen Kunden allerdings weitere Lieferverzögerungen in Kauf nehmen.

Im Rahmen der Vereinbarung wurde neben einer offenbar nicht unerheblichen Entschädigungszahlung auch die Löschung der bisherigen Domain www.regividerm.de veranlasst. Bald sind alle offiziellen Informationen seitens des Herstellers nur noch unter www.regeneratio.de abrufbar.

Welchen Namen die Vitamin B12 Salbe in Zukunft tragen wird, ist indes noch unklar. Ab Februar 2010 darf die Salbe jedenfalls nicht mehr unter der Bezeichnung Regividerm vertrieben werden. Bis dahin ist es Apotheken und Großhändlern aber erlaubt, die sich bereits im Umlauf befindlichen Produkte weiterhin zu verkaufen.

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| Datum: 03.12.09 | 13:03 Uhr

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Namensänderung Regividerm & erste Erfahrungsberichte

Regividerm B12 Salbe

Die offizielle deutsche Regividerm-Website ist bereits seit ca. einer Woche nicht verfügbar. Selbiges gilt für die Seite der Vertriebsfirma Mavena. Ruft man eine der beiden Seiten auf, so bekommt man lediglich die Meldung „Lieber Besucher, die Seite der Salbe “B12″ ist aufgrund von Wartungsarbeiten derzeit nicht verfügbar.“ zu lesen. Das lässt vermuten, dass Regividerm demnächst unter einem anderen Namen (möglicherweise einfach nur „B12“) vertrieben werden soll.

Die englische Website www.regividerm.co.uk ist aber nach wie vor zugänglich, dort ist auch eine mehrsprachige (FR/NL/UK) Version des Beipackzettels zu finden, interessanterweise mit Stand September 2009 (Erstausstrahlung der Sendung: 19.10.2009).

Mittlerweile sind auch die ersten Erfahrungsberichte im Netz aufgetaucht, dabei wird deutlich, dass von der anfänglichen Euphorie im Zusammenhang mit der Markteinführung der Salbe nicht allzu viel übrig geblieben ist. Es gibt zwar durchaus auch positive Besipiele, besonders im Hinblick auf die Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis), so wird bspw. von einem Rückgang der Schuppung und einem verminderten Juckreiz berichtet. Aber: Das betrifft nur einen verhältnismäßig geringen Teil derjenigen Patienten, die sich bisher einem dokumentierten „Selbstversuch“ unterzogen haben. Bei Neurodermitikern scheint die Erfolgsquote sogar noch geringer zu sein, es ist sogar teilweise von einer Verschlechterung der Hautsituation die Rede.

Ein abschließendes Urteil ist natürlich noch nicht möglich, dafür liegt die Markteinführung der Regividerm Salbe einfach noch nicht lange genug zurück. In einigen Wochen gibt es zu diesem Thema sicherlich mehr zu berichten. Momentan existieren es aber noch keine Anzeichen dafür, dass das Vitamin B12-Präparat erwähnenswerte Vorteile gegenüber herkömmlichen Pflegecremes bietet.

PS: Ihr könnt natürlich weiterhin hier Eure eigenen Erfahrungsberichte veröffentlichen, um anderen Patieneten bei der Entscheidung für oder gegen die Creme zu helfen.

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| Datum: 12.11.09 | 13:20 Uhr

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Markteinführung von Regividerm in Deutschland und der Schweiz

Regividerm-Erfinder Karsten Klingelhöller

Regividerm-Erfinder Karsten Klingelhöller

In wenigen Tagen wird die umstrittene Regividerm Vitamin B12-Salbe voraussichtlich den Weg in den Handel finden. Informationen des Herstellers zufolge wurde die Salbe als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert. Damit seien die Bedingungen für eine Markteinführung erfüllt. Es handelt sich bei der Regividerm Vitamin B12-Salbe also bislang rein rechtlich betrachtet nicht um ein Arzneimittel. Dieser Sachverhalt ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, eine letzte Überprüfung durch die Bezirksregierung Düsseldorf steht noch aus. Sollte die Prüfung ergeben, dass das enthaltene Vitamin B12 einen pharmakologischen Wert habe, so ist eine nachträgliche Klassifizierung als Arzneimittel wahrscheinlich. In diesem Fall müsste der Hersteller die Salbe vom Markt nehmen und sich einem weitaus umfangreicheren Zulassungsverfahren unterziehen.

Das würde u. a. bedeuten, dass auch Langzeitstudien durchgeführt werden müssten, um z. B. die Frage zu klären, ob bei der Anwendung von Regividerm nicht doch schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten können. Bisher hatte der Hersteller, die in Remscheid ansässige Regeneratio Pharma GmbH, lediglich „sporadische Hautreizungen“ als mögliche Nebenwirkung genannt. Die endgültige Entscheidungsgewalt über die Zulassung liegt beim Bundesinstitut für Arzneimittel.

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| Datum: 23.10.09 | 13:30 Uhr

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WDR-Doku „Heilung unerwünscht“ ruft heftige Reaktionen hervor

Mit der Dokumentation „Heilung unerwünscht“ hat das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine unangeahnte Welle von Reaktionen ausgelöst. Die Bandbreite reicht dabei von Dankesbekundungen über Desinteresse bis hin zu scharfer Kritik, die vor allem den Vorwurf der Schleichwerbung beinhaltet.

Problematisch sind zum einen die fehlende Stichhaltigkeit der im Film erwähnten Studien hinsichtlich der Anzahl der Probanden etc., zum anderen besteht die Möglichkeit, dass der Westdeutsche Rundfunk als Werbeplattform für ein bisher erfolgloses Produkt missbraucht wurde. Schwer zu sagen, ob dem tatsächlich so ist – letztendlich wird der Grad der Wirksamkeit darüber entscheiden, ob es sich bei den Entwicklern der Regividerm Salbe (die mit dem Schweizer Unternehmen Mavena nun doch einen Hersteller und Vertriebspartner gefunden haben) um Scharlatane oder um Opfer der Pharma-Lobby handelt.

Eine gegenüber der am Montag gezeigten Fassung um 15 Minuten längere Variante wird am heutigen Abend (23.10.) auf dem Sender Phoenix ausgestrahlt.

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| Datum: 20.10.09 | 13:25 Uhr

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Heilung unerwünscht: Wie die Pharmaindustrie die Verbreitung von Medikamenten verhindert

Am gestrigen Abend wurde in der ARD eine Dokumentation ausgestrahlt, die am Beispiel einer äußerst wirkungsvollen und gleichzeitig preisgünstigen Salbe zur Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte aufzeigt, wie wenig Interesse die Pharma-Lobby an der Heilung von chronischen Krankheiten zeigt. Der Grund: Mit dem langanhaltenden Leid von Patienten lassen sich gigantische Profite erzielen, wie sie mit Präparaten, die dieses Leid beenden würden, niemals erreicht werden können.

Regividerm

Im Mittelpunkt der Doku steht eine Salbe namens „Regividerm“, die bereits Ender der 80er Jahre von zwei Studenten entwickelt wurde und lediglich aus einer Avocadoöl-Salbengrundlage und 0,07 % pulverförmigem Vitamin B12 (Cyanocobalamin) besteht. Dieser wurde in zwei klinischen Studien der Universitäten Bochum und Dortmund sowie einer weiteren Studie in den USA eine beachtliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Neurodermitis bescheinigt. Dennoch ist die rosafarbene „Wundersalbe“ bis heute nicht auf dem Markt – und das obwohl (oder gerade weil) der Verkaufspreis pro Dose bei nur ca. 29 Euro liegt.

Bei allen großen Pharmafirmen hat der Erfinder Karsten Klingelhöller sein Produkt vorgestellt, doch die Reaktionen waren stets ähnlich: Die Salbe passe nicht ins „Konzept“ des Unternehmens, so die Industrie-Vertreter. Teilweise wurden zwar Angebote zum Aufkauf des Patents unterbreitet, allerdings weder zum Zweck der späteren Produktion noch zu dessen Vermarktung. Wer nun wissen will, wie diese Vorgänge im Einzelnen abliefen und was aus dem Erfinder geworden ist, der sollte sich unbedingt die Dokumentation „Heilung unerwünscht“ auf YouTube anschauen.
Hier der Link:

Heilung unerwünscht

Außerdem wird die Sendung am 30. November 2009 um 22:00 Uhr im WDR wiederholt.

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