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| Datum: 01.07.09 | 12:59 Uhr

(1 Kommentar)

Lichtimpfung

Die DermoDyne Lichtimpfung wurde von der Fa. Optomed entwickelt und 2003 im Rahmen des Medizinproduktgesetzes für die klinische Anwendung am Patienten zugelassen. Es handelt sich dabei ist eine neu entwickelte Therapieform, die bei ND und anderen Hauterkrankungen eine langfristige „Heilung“ ermöglichen soll.

Die „Lichtimpfung“ ist im Grunde genommen eine UV-freie Lichttherapie. Die Wellen werden durch ein laserähnliches Verfahren erzeugt und können dadurch selektiv abgegeben werden. Die eingesetzten Wellenlängen entsprechen vorwiegend denen im blauen Bereich des sichtbaren Lichtes. Durch zusätzliche Filter wird das Licht praktisch UV-frei, es ist geräteabhängig, ob der komplette Körper bzw. nur Einzelbereiche wie Hand- und Fußgelenke bestrahlt werden.

Das Licht dringt sanfter und viel tiefer (bis zur Lederhaut) als UV-Licht in die Haut ein. In den tiefer gelegenen Hautschichten moduliert es die lokalen Immunzellen. Mit den derzeitigen ärztlichen Kenntnissen ist es möglich auch entzündungsrelevante Zellen außerhalb des Bestrahlungsareales günstig zu beeinflussen. Daraus resultiert die Möglichkeit, dass Entzündungsaktivitäten außerhalb der bestrahlten Areale normalisiert werden.

Behandlungsgerät für die Lichttherapie

Behandlungsgerät für die Lichttherapie

Wirkungsweise:

Die Lichtstrahlen reagieren mit hauteigenen Abbauprodukten des roten Blutfarbstoffes, den Porphyrinen. Die Konzentration der Porphyrinen kann sich in entzündlich aktiven Zellen um bis zu 500 % erhöhen. Der intensive blaue Lichtimpuls der Wellen führt zum Absterben der rötlich verfärbten Entzündungsstellen, wohingegen porphyrinenfreie Zellen nicht von der Bestrahlung beeinflusst werden. Die Ergebnisse der Lichtimpfung ähneln denen einer spezifischen Immuntherapie.

Die Lichttherapie hat eine besonders gewebeschonende Wirkung. Dies wird u. a. dadurch ersichtlich, dass sehr empfindliche Immunzellen nicht beeinflusst werden. Daher wird empfohlen, die Therapie auch bei Säuglingen im Alter von nur wenigen Monaten anzuwenden, wenn durch kurzzeitige Kortisongaben keine nachhaltigen Besserungen erziehlt werden können.

Die Behandlung sollte zeitgleich mit dem Einsetzen eines akuten Schubes beginnen. Für den Fall, dass zwischen den Schüben keine vollständige Abheilung der Hauterkrankung stattfindet, sollte eine kurzzeitige Kortisolgabe von mindestens zwei Tagen folgen, um eine möglichst umfangreiche Abheilung der Haut zu erreichen. Sollte es zu einem erneuten Schub nach der Absetzung des Kortisons kommen, wird empfohlen, die Lichtimpfung über fünf Tage mit einer täglichen Bestrahlungszeit von vier bis zwölf Minuten durchzuführen. Hierbei wird ein möglichst frisches Infiltrat bestrahlt, dass Vermutungen zufolge besonders stark auf Lichteinfall reagiert. Bleibt die Haut nach der Kortisonabsetzung stabil, muss der Bestrahlungsbeginn bis zum nächsten Schub verschoben werden, da vorbeugende Bestrahlungen nicht empfohlen werden.

In der Regel werden pro Behandlungszyklus fünf Behandlungen durchgeführt, dies hängt jedoch stark von der Schwere der Erkrankung und dem Ausmaß der befallenen Flächen ab. Die Ganzkörperbehandlung erfolgt in liegender Position; eine Einzelsitzung kann bis zu 48 Minuten daueren. Einer Studie zufolge kommt es bei den meisten Patienten mit einem sehr ausgeprägten Krankheitsbild nach dem dritten bis vierten Zyklus zu einer nachhaltigen Besserung, in leichteren Fällen soll diese bereits nach dem ersten oder zweiten Zyklus eintreten und über ein Jahr hinaus anhalten. Bei besonders schweren Fällen können jedoch auch zehn und mehr Zyklen erforderlich sein.

Von Seiten der Fachärzte wird empfohlen, bei Kindern so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen, da diese schneller und empfänglicher auf die Behandlung reagieren sollen. Ein Beginn wird z. B. nach dem dritten bzw. vierten Monat des Erstauftretens der Hauterkrankung empfohlen. Die grundsätzliche Disposition der Haut bleibt zwar bestehen, jedoch wird die Neurodermitis funktionell beseitigt.

Bei einer erfolgreichen Behandlung soll außerdem das Risiko vermindert werden, zu einem späteren Zeitpunkt an Asthma zu erkranken.

Die Behandlungsorte variieren je nach Behandlungsart (Ganzkörperbehandlung sowie Hand- und Fußekzeme). Weitere Information kann man bei den nachfolgend aufgeführten Ärzten bzw. Kliniken erhalten.

Standorte für die Ganzkörperbehandlung sind:

1. Universitäts-Hautklinik Mainz

2. Klinik Hochried

3. Lichttherapie Augsburg

Standorte für Hand- und Fußgelenke sind:

1. Hautschutzzentrum Leipzig

2. Hautschutzzentrum Berlin

3. Hautartzprax. Dres. Overbeck-Baum & Hicks (Hamburg)

4. Hautarztprax. Dr. Schweizer (Leer)

5. Laserinstitut Dr. Zacher (Braunschweig)

6. Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

7. Hautarztprax. Dr. Zirfas/Dr. Heiland (Mönchengladbach)

8. Hautarztprax. Dr. Rademacher (Dortmund)

9. Hautarztpraxis Dr. Großmann (Koblenz)

10. Hautarztprax. Dr.Trennheuser (Saarlouis)

11. Hautarztprax. – auch für lokalisierte Behandlung bei Kindern – Dr. Klaus Fritz/Dr. Bernhard Biwer/Dr. Johanna Scherer (Landau)

12. Facharzt FMH für Dermatologie Dr. Matthias Koepke (Luzern/Schweiz)

Abschließend muss gesagt werden, dass die Wirksamkeit der Lichtimpfung bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Die hier gemachten Angaben beziehen sich größtenteils auf Aussagen der Fa. Optomed. In diversen Patientenberichten ist dagegen vom Ausbleiben einer positiven Krankheitsentwicklung die Rede. Des Weiteren ist nur eine existierende Studie aus dem Jahre 2005 bekannt, deren Datenbasis allerdings aus lediglich zehn Patienten besteht. Kritiker weisen bei den später medienwirksam betrachteten Einzelfällen außerdem auf die typischen Schwankungen im Verlauf von Hautkrankheiten wie Neurodermitis hin. So kann weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung des Hautbildes über einen längeren Zeitraum hin betrachtet mit der Lichtimpfung in Zusammenhang gebracht werden. Die genannten Zeitintervalle seien schlicht zu lang, so einige Dermatologen.

1 Kommentar

  • Sabine Hawran sagt:

    Ich freue mich Ihnen anliegend eine Einladung zu unserer Info-Veranstaltung in Landau bei Karlsruhe zu übermitteln.

    Bei schweren Fällen von Neurodermitis bringen die übliche Behandlungsmethoden oft wenig oder nur kurzzeitigen Erfolg. Dies führt häufig zu einer sehr schwierigen Situation für die betroffenen Kinder und Eltern.

    Die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) hat sich deshalb entschieden, neue und besonders schonende Behandlungsformen zu unterstützen, die aktuell noch nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen worden sind. Die SBK übernimmt deshalb seit einiger Zeit die Kosten für die Behandlung DermoDyne Lichtimpfung bei schwerer Neurodermitis.

    Da viele Versicherte sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben, unterstützt die SBK ein Projekt der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz und der Selbsthilfegruppe Hautsache Kind e.V, in dem die Wirksamkeit der DermoDyne Behandlung bei Kindern mit schwerer Neurodermitis wissenschaftlich untersucht wird.

    Hierüber können Sie sich in Landau vor Ort aus 1. Hand informieren.

    Mit freundlichen Grüssen

    Sabine Hawran
    Vorsitzende

    Fon 030-57705654-0
    Fax 030-57705654-9
    info@hautsache-kind.de
    http://www.hautsache-kind.de

    “Ein Leben ohne Neurodermitis und Psoriasis” – Infoveranstaltung der Selbsthilfegruppe Hautsache Kind e.V.

    Einladung zur Infoveranstaltung der Selbsthilfegruppe Hautsache Kind e.V.
    (mit Gründung der Regionalgruppe Landau und Pfalz)
    Am 10.11.2011 von 19.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr
    Pfarramt Heilig Kreuz (neben der Kirche)
    Augustinergasse 1, 76829 Landau in der Pfalz

    Hautsache Kind e.V. ist eine Selbsthilfegruppe Betroffener bzw. Eltern schwer erkrankter Kinder mit den Krankheiten Neurodermitis und Psoriasis.

    Auch im Jahre 2011 bestehen noch große Behandlungsdefizite besonders bei Kindern mit schwerem Krankheitsverlauf. Nach unseren Erfahrungen werden Betroffene mit ihrem Schicksal oft allein gelassen und neue, Erfolg versprechende Therapieansätze nicht ausreichend unterstützt.

    Im Rahmen der Infoveranstaltung möchten wir anderen Betroffene mit unseren Erfahrungen helfen und insbesondere eine Initiative vorstellen, die wir gemeinsam mit der Siemens BKK zur konkreten Verbesserung der Situation betroffener Kinder und ihrer Familien ins Leben gerufen haben: die Behandlung von Kindern mit therapie-resistenter Neurodermitis und Psoriasis durch die DermoDyne® – Lichtimpfung®, d.h. mit langwelligem sichtbarem Blaulicht (http://de.wikipedia.org/wiki/UV-Licht-freie_Phototherapie).

    Profitieren Sie von unseren eigenen leidvollen Erfahrungen und informieren Sie sich, wie Sie Ihre Situation oder die Situation Ihres Kindes verbessern können. Melden Sie sich zur Infoveranstaltung an.

    Programm

    Klaus Fritz, Dr. med., assoc. Prof(Ro)
    Hautärzte und Laserzentrum Landau.
    Begrüßung, Einführung, Vortrag „Prinzip der Lichtimpfung und eigene Therapieerfahrungen“

    Jan Henrik Wilkens, Dr. med.
    DermoDyne HealthCare, Ges. für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung “Warum wirkt DermoDyne Blaulicht? Neues zum Wirkmechanismus.”

    Patienten: Betroffene berichten über ihre Erfahrungen mit der Behandlung (u.a. Christian Baum bekannt aus sternTV)

    Heinz-Ulrich König, Fachgebietsleiter der Siemens BKK, Region-Südwest. “Dermodyne Lichtimpfung bei therapieresistenter Neurodermitis:
    Ein Projekt der Siemens BKK zur Verbesserung der Versorgung hautkranker Kinder.”

    Sabine Hawran, Vorsitzende von Hautsache Kind e.V.
    Vortrag „Die Selbsthilfegruppe Hautsache Kind e.V. – Hintergründe und Ziele“; Initiative zur Gründung einer Ortsgruppe in Landau und Pfalz.

    Besichtigung des DermoDyne Blaulicht-Therapiesystems im Hautärzte und Laserzentrum Landau, Reduitstraße 13 (Entfernung ca.100 m)
    Bei einem Imbiss besteht zudem die Gelegenheit für ausführliche Gespräche, Fragen und Erfahrungsaustausch.

    Teilnahme kostenlos. Anmeldung erbeten an:
    Hautsache Kind e. V. , z. H. Frau Sabine Hawran Telefon: 030-57705654 0 Fax: 030-57705654 9 info@hautsache-kind.de, http://www.hautsache-kind.de oder
    Hautärzte und Laserzentrum Dr. med. Klaus Fritz Reduitstraße 13, 76829 Landau in der Pfalz, 06341/935035 oder info@lichtklinik-suedwest.de

    Wer wir sind

    Wir sind Eltern schwer erkrankter Kinder sowie selbst Betroffene, die sich aufgrund ihrer Erfahrungen – insbesondere mit den Krankheiten Neurodermitis und Schuppenflechte – zusammengeschlossen und am 10.10.2009 den Verein Hautsache Kind e.V. gegründet haben.
    Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die derzeitige Situation von Betroffenen, insbesondere von Kindern, zu verbessern, weil
    
■ die Krankheit nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für die ganze Familie eine hohe Belastung darstellt und die Lebensqualität erheblich einschränkt,

    ■ die bisher üblichen Therapien – insbesondere bei schweren Fällen – kaum dauerhaften Erfolg bringen,

    ■ die Nebenwirkungen der bisher üblichen Behandlungsmethoden größten Teils massiv sind,

    ■ neue, Erfolg versprechende Therapieansätze nach unseren bisherigen Erfahrungen nicht ausreichend unterstützt und die Betroffenen oftmals mit ihrem Schicksal allein gelassen werden.

    Was wir wollen

    Als Verein Hautsache Kind e.V. haben wir uns zum Ziel gesetzt, Wissenschaft und Forschung zu fördern, um die Behandlungsmöglichkeiten – insbesondere von Neurodermitis und Schuppenflechte bei Kindern – zu verbessern. Wir wollen Betroffenen und deren Angehörigen durch unsere Arbeit helfen.

    Aufgrund unserer eigenen, leidvollen Erfahrung mit schwerst betroffenen Kindern, engagieren wir uns vor allem dafür, dass die mögliche Wirksamkeit neuer, seriöser und viel versprechender Therapien ernst genommen und untersucht wird.
    So sollen neue Verfahren, die aufgrund von einzelnen erfolgreich behandelten Patienten aufgefallen sind, geprüft und hinsichtlich ihrer vergleichenden Wirksamkeit mit anderen verfügbaren Therapien untersucht werden. Hierdurch soll die Beurteilungsbasis von Ärzten und Krankenkassen verbessert werden und eine konstruktive Diskussion angestoßen werden.

    Was wir tun

    Die Umsetzung der Ziele des Vereins Hautsache Kind e.V. erfolgt in Form von unterschiedlichen Projekten.
    Projekt Initiative 1.000-Kinder-Studie (IKS 1.000)

    Neurodermitis ist mit etwa 17 % die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Schwer erkrankte Kinder lassen sich häufig durch keine der verfügbaren Behandlungen stabilisieren und sind in ihrer psychischen und sozialen Ent- wicklung stark eingeschränkt. Neue Veröffentlichungen der Bundesärztekammer zeigen, dass eine gemäß der Leitlinie Neurodermitis der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) entzündungshemmende Behandlung der Kinder z.B. mit Protopic® oder stark wirksamen Kortisonsalben zu einem erhöhten Krebs-(Lymphom) Risiko führen kann.
    In unserem Projekt – der IKS 1.000 – wollen wir deshalb einen Modellversuch (Vergleich leitliniengerechte Behandlung mit der Lichtimpfung® – einer Therapie mit langwelligem sichtbarem Licht) initiieren und der Frage nachgehen, ob es mit der Lichtimpfung® eine nachhaltig wirksame, nebenwirkungsfreie Behandlungsalternative für Kinder gibt.
    Bereits vorliegende positive Studiendaten der Lichtimpfung® eröffnen die Perspektive, dass den vielen schwer betroffenen Kindern hier in Zukunft nebenwirkungsfrei – auch durch eine entsprechende Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen – geholfen werden kann.

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